29. Tag auf See 22.08.2026
Yesterday in French Polynesia ⋅ ⛅ 27 °C
08°55,6 S
138°32,1 W
Versegelt: 4011 sm
Zum Ziel: 33.7 sm
Der Landfall!
Nach fast vier Wochen auf dem offenen Pazifik war es gestern endlich so weit: Land in Sicht! Am Horizont tauchten die schroffen, grünen Berge der Marquesas auf. Nach all den Wochen, in denen es um uns herum nichts als Wasser, Himmel und Horizont gab, war dieser Anblick fast unwirklich.
Unser erstes Ziel war Ua Huka. Am Nachmittag erreichten wir die Insel – stilecht im warmen Inselregen. Die Wolken hingen tief zwischen den hohen, steilen Bergen, als wir langsam in unsere Ankerbucht einliefen. Plötzlich war da wieder Land ganz nah: Felsen, sattes Grün und an den Berghängen tatsächlich die ersten Ziegen. Nach Tausenden Seemeilen über den Pazifik eine völlig neue Kulisse.
Dann fiel endlich der Anker.
Und damit war auch der Moment gekommen, auf den wir uns schon seit Tagen gefreut hatten: das legendäre Ankerbier! Vier Dosen hatten wir eisern für diesen Augenblick aufgespart. Jetzt, sicher vor Anker und mit festem Land vor Augen, schmeckte das kalte Bier vermutlich besser als jedes noch so edle Getränk an Land.
Auch das Abendessen bekam gleich eine neue Qualität. Im Omnia-Ofen gab es eine selbst gemachte Pizza. Und plötzlich stellten wir fest, wie einfach Kochen sein kann, wenn sich die Küche nicht permanent bewegt, Töpfe nicht festgeklemmt werden müssen und man beim Teigkneten nicht gleichzeitig versucht, sich irgendwo mit Knie oder Hüfte abzustützen. Nach Wochen auf See ist ein ruhig stehender Teller schon fast Luxus.
Die erste Nacht vor Anker war entsprechend ungewohnt. Kein Rollen und Stampfen mehr durch die Pazifikdünung, kein permanentes Rauschen des Wassers am Rumpf und kein Blick auf die endlose Weite. Stattdessen liegen um uns herum die dunklen Berge von Ua Huka.
Doch ganz angekommen sind wir noch nicht.
Heute steht die letzte Etappe unserer großen Pazifiküberquerung an. Noch einmal wird der Anker gelichtet, noch einmal werden die Segel gesetzt. Rund 35 Seemeilen liegen zwischen uns und unserem endgültigen Ziel: Nuku Hiva.
Dort soll nach fast 4.000 Seemeilen und rund vier Wochen auf See unsere Pazifiküberquerung endgültig zu Ende gehen. Zunächst wartet allerdings noch die Bürokratie auf uns: zur Gendarmerie, einklarieren und den ersehnten Stempel in den Pass bekommen.
Und dann?
Dann können wir endlich richtig ankommen. Die Schuhe ausziehen, festen Boden unter den Füßen spüren und die Marquesas erkunden – jene Südseeinseln, die in den vergangenen Wochen nur ein kleiner Punkt auf unserer Seekarte und ein weit entferntes Ziel hinter dem Horizont waren.
Nur noch 35 Seemeilen. Dann heißt es für die Hägar endgültig: Willkommen in der Südsee!Read more









TravelerHerzlichen Glückwunsch zur Pazifiküberquerung und Danke für den tollen Reisebericht…
Traveler
Diamond Rock! Ihr habt euch versegelt! Das ist Martinique!
Udo Hertel
Oh Mist, ist jetzt doch aufgefallen…🤪