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  • Day43

    Yekatarinburg

    August 17, 2015 in Russia ⋅ ☁️ 14 °C

    Tja, wie sollen wir es wohl am besten sagen... Die transsibirische Eisenbahn ist ein normaler Zug :-) Er unterscheidet sich nicht großartig von dem vorherigen. Wir fahren Dritte Klasse, jeder Gast hat einen Schlafplatz jeweils oben (Top-Seat) und unten (Down-Seat), 52 Plätze pro Waggon. Wir haben beide nen Top-Seat aufm Gang, schlafen also Kopf an Kopf, ohne dass wir uns sehen konnten. So hatten wir uns das nicht wirklich vorgestellt ;-)
    Wir hatten also beide "Sitznachbarn" und Manu hat einen freundlichen älteren Mann kennen gelernt. Im Zug ist es ein bisschen so wie in einem großen Wohnzimmer, jeder spricht mit jedem, Kinder spielen miteinander, es wird gelacht und man teilt sein Essen miteinander. So hat es auch nicht lang gedauert und wir bekamen Kekse angeboten :-) Nach circa 30min hat Manu dann auch mit seinem neuen Freund Abdul aus einer Schüssel gegessen, wenn das mal nicht Völkerverständigung ist!

    Nach 25 Stunden Zugfahrt sind wir angekommen. Abends, strömender Regen, nasse Füsse, wir hatten keine Ahnung wo das Hostel war, Handy Akku alle, in ein Rudel wilder Hunde gelaufen, wow das war eine Gedulds- und Mutprobe :-) Und wir haben das Hostel schlussendlich doch gefunden mit netter Hilfe einer jungen Frau! (Omnomnom-Hostel)
    Kaum waren wir drin, schauten wir uns um. Keiner da, alle Zimmer offen, ein Mädel verlässt das Hostel mit gepackten Koffern. Wo wohl die Angestellten des Hostels sind??!! Gut erstmal in die Küche setzen und warten... und warten... warten... Keiner da, nur ein Handtuch und Bettzeug mit Bines Namen drauf. Zum Glück hatte Manu sich am Bahnhof ne russische SIM Karte gekauft, so dass wir die Besitzer des Hostels anrufen konnten. ... Sie meinten heute kommt keiner mehr, wir könnten uns ein Bett aussuchen und falls wir rauswollten uns nen Schlüssel vom Zimmernachbarn leihen. Ok, we can handle it :-)

    Die Tage hier haben wir nette Leute kennen gelernt. Wo wir vorher keine backpacker gesehen haben, schienen hier alle versammelt zu sein.
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