Toulouse
April 18 in France ⋅ ⛅ 23 °C
Eine letzte Nacht und Montpellier und schwups ging es schon weiter nach Toulouse. Die Abfahrtszeit des Intercity gegen 9:00Uhr. Ich war recht früh am Bahnsteig und als ich sah wie alle Leute sich mit der Sache Ansicht der Wagenreihung auf dem Bahnsteig positionierte schwante mir böses. Ein Blick ins Internet und mir war klar, dass auch Intercities ins Frankreich reservierungspflichtig sind. Ich bin einfach blauäugig davon ausgegangen, nicht. Ich benutzte meine Freifahrt, deswegen war ich nicht für eine Fahrkarte am Schalter. Ich rannte zum Fahrkartenschalter, um festzustellen, daß auch die SNCF ihre Öffnungszeiten eingekürzt hatten. Ich dachte wieder an einen Satz meiner Exkollegins, "wer es schafft ohne Fahrkarte zweimal durch Österreich zu fahren, schafft es auch ohne Permit durch die Sierras" und ging zurück zum Bahnsteig. Der Zug fuhr ein, ich suchte einen Schaffner, wedelte mit meiner Freifahrt vor seiner Nase und erklärte ihm im frisch gelernten Französisch mein Problem. "Pas de Problème" (wie ich diesen Satz mag) , ich soll in Wagen 11 gehen. Alles gut. Wir fuhren pünktlich los, mussten aber unterwegs wegen Vandalismus eine Stunde irgendwo warten und dann ging es in Schritttempo weiter. Mit 2 Stunden Verspätung kam Ich in Toulouse an. Bouka, der Cousin meines Kollegen holte mich vom Zug ab. Die Wohnung war nicht weit entfernt. Es gab erst einmal wohlschmeckendes selbst gekochtes Hühnchen mit viel Salat und Erdbeeren als Dessert. Dann zeigte er mir die Stadt, so eine private Stadtführung ist etwas ganz Besonderes. Wie machten uns aus nur französisch zu reden und es ging ganz gut. Allerdings ist er auch Lehrer und hatte bestimmt auch Pädagogik im Studium. Wir saßen dann noch an der Garonne und genossen das schöne Wetter und das bunte Treiben dort. Toulouse hat über 100000 Stundenten bei 400000 Einwohner im Kernbereich. Die Stadt wimmelt von jungen Menschen. Ich lernte etwas über die Farbe Pastell, nicht die Pastellfarben, warum die Häuser so gebaut sind.......Am frühen Abend waren wir wieder zu Hause. Bouka gab mir den Wohnungsschlüssel, machte sich mit seinem Sohn zurück nach Lherm, wo er wohnt. Ich holte Esther, also Raspberry meine Hikerfreundin vom PCT vom Bus ab, wir tranken noch ein Gläschen Wein und ab ging es ins Bette. Das Leben ist schön.Read more

