• Ibos nach Lourdes

    April 27 in France ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir haben gut die Nacht auf der Wiese verbracht, auch wenn nicht weit weg eine Vogelverscheuch-Kanone die ganze Nacht rumste. Wir erreicht en sehr schnell Ibos, ein langgezogener Ort, mit einer sehr schönen einfachen Kirche Normalerweise könnte man von hier die Pyrenäen sehen, leider war der Himmel zu bewölkt. Wie immer ein süßes Teilchen und weiter ging es. Irgendwann bogen wirfalach ab, bzw. führte die Beschilderung nach Azereix. Wir gingen zwar falsch, aber auch hier eine schöne Kirche mit einem besonders schön erhaltenen Waschplatz. Wir navigierten uns zurück auf dem Weg, sahen unterwegs sogar noch einen Marder. Also war der Umweg nicht ganz umsonst. Es ging vorbei an einem militärischem Sperrgebiet, Weiden mit vielen Pferden, ein sanftes auf und ab und manchmal auch ein Blick in die schneebedeckten Berge. Wir kamen durch Bartrés, in dem die heilige Bernadette gewohnt hat, welche in der Grotte von Lourdes etwa 18 Mal Maria, die Mutter Jesus getroffen hat. Über den Chemin de Bernadette erreichten wir schließlich Lourdes. Eine größere Stadt, durch die die Ousse fließt, zurzeit noch ein großer Fluss mit türkisem Gletscherwasser. Der Fluß macht eine Spitzkehre, was die Stadt auflockert. Viele Häuser stehen noch dazu an den Felsen geklebt, auf dem eine Burg über der Stadt thront. Aber beherrscht wird sie von der riesigen Sanctuaire de Notre Dame de Lourdes und dem Park davor. Das heißt, noch riesiger ist die unterirdische Kapelle, welche 20000 Gläubiger fassen soll. Wir fanden die Pilgerherberge, kauften ein, säuberten uns, nahmen um die Ecke ein Plate des jour und los ging es in den Trubel. Jeden Abend soll eine Prozzesion mit singenden Menschen mit Kerzen stattfinden. Viel sahen wir davon nicht. Aber ich landete letztlich in einer Messe in der unterirdischen Kapelle. Nicht ganz voll, aber trotzdem schön beeindruckend, zigtausend Menschen, die meisten mit Kerzen. Der Gottesdienst ist natürlich sehr auf Maria ausgerichtet, mir kommt er viel fröhlicher vor. Dann gingen einzelne Orden mit ihren Flaggen vorneweg, eine große Marienstatue dahinter und dann viele Gläubige mit mir singen eine Runde in der Kapelle. Man passiert dabei sehr große Bilder der Heiliggesprochenen. Es ist schön beeindruckend. Ich ging um 22 Uhr zurück in die Herberge, da war alles noch im Gange. Manchmal bringt einem das Leben ganz unterschiedlich schönes.Read more