• Thakhek Loop

    Jan 1–4 in Laos ⋅ ☀️ 30 °C

    Der Thakhek Loop ist ein 450km langer Motorrad Adventure Rundkurs mit Start und Ende in Thakhek. Ich erspare mir diesmal die endlosen Preisvergleiche und leihe mir gleich in meiner Unterkunft eine Honda Wave 100 aus. Mit potenten 7,2 PS aus einem 97 cm³ Einzylinder wird mich die geschmeidige 4 Gang Semi Automatic Schaltung (Schalten ohne Kuppeln🙃) über den Loop begleiten. Die erste Teilstrecke von ca. 50 km ist wirklich schlecht und ich fresse förmlich den Staub von all den LKWs. Dies liegt auch daran, dass dieser Teilabschnitt die Route nach Vietnam ist. Die Rüttelpartie hat auch ein Opfer, so schließe ich nicht komplett mein oberstes Fach vom Rucksack, sodass sich mein Letherman verabschiedet. Lehrgeld, aber ich hätte es eh nicht für den späteren Schnellzug mitnehmen dürfen. Am zweiten Punkt, einem geschlossenen Viewpoint, welchen ich dennoch machen wollte, lerne ich Leandro aus Italien und Heli aus Israel kennen. Den ganzen Loop (4 Tage) werde wir von da an gemeinsam bestreiten und ich werde Zeuge einer Siturationship wie es im Buche steht mit all ihren Höhen als auch Tiefen. Bevor wir in die erste Unterkunft einchecken, genießen wir noch die restlichen Sonnenstrahlen an einem Wasserfall mit mehreren Ebenen, was unglaublich idyllisch ist. Nach dem heißen, staubigen Tag eine willkommene Abwechslung. Tag 2 startete mit einem herrlichen Sonnenaufgang und einem gemütlichen Frühstück bevor wir uns auf dem Weg zu machten. Auf dem Weg zu unsere nächsten Unterkunft erkundeten wir noch die Dragon Cave, welche auch einen wunderschönen Viewpoint beinhaltete. Neben lustigen Krabeleinlagen in der Höhle, genossen wir einfach die Aussicht. Da wir nicht ganz die Strecke schafften, unter anderen weil ich ein bisschen die Straße geküsst habe, entschieden wir uns in "Guest house Cool pool" zu nächtigen. Ein doch sehr großer "Hotel"-Komplex, wo wir am Ende fast die einzigen waren. Überraschenderweise waren auch Ronnie und Hoshan (Israelis) vor Ort, welche wir tags davor am Wasserfall getroffen haben. Für mich began ein sehr aufschlussreicher Abend über das jüdische Leben in Israel, wofür ich sehr dankbar bin, weil ich mich damit gar nicht befasst habe. Aber auch für Ronnie und Hoshan war es sehr interessant etwas über Deutschland zu erfahren.
    Nach einem morgendlichen Bad im Cool Pool ging es über den Mountain Viewpoint in die Nähe vom Kong Lor Cave, wohl Highlight des Thakhek Loops.. Die Kong Lor Cave ist eine 7,5 km lange Höhle, welche man nur mir einem Boot durchqueren kann. So startete wir am nächsten Morgen in Richtung Cave. Leandro versuchte ich noch zu überzeugen die Motorräder mit durch die Höhle zu nehmen und dann den durch das Natane Valley den restlichen Loop zu fahren. Fahrerich etwas anspruchavoller, teurer und zeitlich länger, jedoch landschaftlich deutlich schöner (noch nicht wissend, dass die Tour durch die Höhle das eigentliche Abenteuer wird :D). Mit Freuden (noch) vernahm ich, dass Leandro die 46€ extra auf sich nahm und somit mich die beiden auch durch das Valley begleiteteten. Die Locals nahmen die Motorräder entgegen und wir machten uns auf den Weg zu den Booten. Bereits der Weg dahin war schwierig und wir fragten uns ob es einen anderen Weg für die Motorräder gab.
    Doch als wir den "Fluss" mit den Booten sahen, klappten unsere Kinnladen herunter. Nein... es gab keinen anderen Weg und die Art und Weise wie die Motorräder auf die Boote gehieft wurden, lies mich schonmal Abschied nehmen von meiner Kaution. Was für ein ca. 2 Stündiges Erlebnis als wir im Boot durch den Cave fuhren. An zwei Stromschnellen mussten wir aussteigen und sogar die Boote ziehen, nicht ohne dass in Leandros Boot eine Menge Wasser floss. Schließlich im Valley angekommen, hieß es noch den Weg finden finden. Ich - leicht auf Kohlen sitzend - durfte nun live eine der Tiefs der Siturationships erleben, denn die beiden Turbeltäubschen mussten erstmal ein Missverständnis aus dem Weg räumen (nicht das Erste im Übrigen 😅). Mit etwas Zeitdruck im Nacken ging es nach Thahkek. Die letzten 45 Minuten sind wir quasi im Dunkeln gefahren, sodass der Abschied recht kurz ausfiel, auch weil ich noch mit dem Nachtbus nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos fahren wollte. Glücklich, dass die neu hinzu gekommenen Kratzer an meiner Honda Wave nicht berücksichtigt wurden, hieß es noch fix den Staub abduschen, von einem israelischen Pärchen Essen schnorren UND Hoshan und Ronnie wieder treffen, welche den selben Nachtbus nach Vientiane gebucht haben. Es wird (zum Glück) jedoch mein einziger Nachtbus in Laos sein, den diese sind, im Gegensatz zu den Sleeperbussen in Vietnam, etwas spezieller.
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