• Zwischen Abschied & Aufbruch ❄️🚐

    December 27, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 2 °C

    Ohne großes Tamtam, ohne Countdown – plötzlich sitzen wir wieder zwischen Koffern, Skischuhen und viel zu viel Gepäck und merken: Es geht los. Schon wieder. Und genau dieses Gefühl ist sofort wieder da. Nach Weihnachten verabschieden wir uns von unseren Familien, packen Ski, Daunenjacken und Vorfreude ein und machen uns auf den Weg. Winterroadtrip Kanada 2025/26 – bereit, auch wenn es sich noch ein bisschen unwirklich anfühlt. 🇨🇦⛷️

    Die Anreise verläuft erstaunlich entspannt. Alex kommt mit dem Auto aus Stuttgart, ich rolle mit dem Zug aus dem Erzgebirge an. Treffpunkt München. Alles passt, alles läuft, kein Stress, kein Chaos und keine Verspätungen. Fast schon verdächtig ruhig. 😄 Wir bleiben eine Nacht in München (Danke, liebe Dani ❤️), bevor es am 27.12.2025 mit der S-Bahn Richtung Flughafen geht.
    Natürlich nicht mit leichtem Gepäck. Koffer, Rucksäcke, Skischuhe – und dieses Mal sogar zwei Paar Ski extra. Davon kann man ja nie genug haben…😂.

    Am Flughafen sammeln wir direkt die ersten Pluspunkte. Wir wussten zwar schon vorher, dass Lufthansa Sportgepäck kostenlos mitnimmt – genau deshalb haben wir ja auch gleich zwei Paar Ski extra dabei 😅 – aber trotzdem: bitte was?! Wo gibt’s das heute noch? Innerlich feiern wir das direkt ein kleines bisschen ab. Und es geht genauso entspannt weiter: Am Schalter für Sportgepäck geben wir gleich unser komplettes Gepäck ab. Keine Schlange, kein Warten, kein Stress – einfach durch. Genau so darf eine Reise starten.

    Nach der Sicherheitskontrolle folgt das bekannte Flughafen-Workout: endlose Gänge, Rollbänder, ein bisschen Zugfahren, wieder laufen. Wir sind früh dran, stehen als Erste am Gate und gönnen uns entspannt einen Kaffee. ☕ Zehn Minuten vor dem Boarding dann doch kurz Verwirrung: Wo sind eigentlich alle? Niemand da. Ein Blick auf die Anzeige – Gate geändert. 😅 Also alles zusammenpacken, ein paar Gates weiterlaufen – und plötzlich stehen wir mitten im Trubel. Glück gehabt. Flug verpassen wäre jetzt wirklich kein guter Auftakt gewesen.

    Das Boarding läuft reibungslos, und am 27.12. um 12:30 Uhr heben wir in München ab. Nach 9 Stunden und 30 Minuten Flugzeit landen wir – gefühlt völlig gegen jede innere Uhr – am selben Tag um 13:30 Uhr in Vancouver. Neun Stunden Zeitverschiebung, und trotzdem fühlt sich alles überraschend entspannt an. Der Flug selbst ist ruhig, ein paar Turbulenzen hier und da, nichts Dramatisches – dieses typische Gefühl, die Kontrolle komplett abzugeben, fliegt trotzdem immer ein bisschen mit. Insgesamt aber sehr angenehm: XXL-Beinfreiheit, viele kleine Annehmlichkeiten – und dann kommt das große Highlight: das Essen.

    Normalerweise sagen wir ja eher: Flugzeugessen… naja. Aber diesmal wirklich überraschend gut. Echtes Besteck aus Metall, kein Holz, kein Plastik. Lindt-Schokolade zum Nachtisch, echte Früchte statt Dosenobst. Dazu Mundwasser auf der Toilette und Reinigungstücher für die Hände. Kleinigkeiten – aber genau die machen es angenehm. 👌✨

    Die Landung in Vancouver verläuft relativ ruhig, sicher und entspannt. Jetzt steigt die Spannung: Wie läuft es diesmal mit dem Zoll? Erst der Automat – klappt. Dann Passkontrolle – keine Fragen und einfach durchgewunken. Wow, das ging schnell. Koffer und Ski kommen alle heil an. Beim Rausgehen werden wir dann doch noch kurz rausgezogen. Zu viel Gepäck? Zu langer Aufenthalt? Die Beamtin stellt ein paar Fragen und merkt an, dass drei Monate eine lange Zeit sind. Ich frage mich in solchen Momenten immer, wie es wohl Weltreisenden geht, die sechs Monate oder länger unterwegs sind oder keine feste Adresse mehr haben. 😅 Alles korrekt, alles sauber – trotzdem fühlt man sich kurz, als hätte man irgendwas angestellt. Nach zehn Minuten ist aber alles geklärt: You’re good to go.

    Nächste Challenge: ein Taxi finden, das alles mitnimmt.
    Lösung: Uber. Festpreis, egal ob Stau oder Umweg – perfekt. Und tatsächlich: Mit kanadischer Gelassenheit passt am Ende alles irgendwie rein. Ski quer über die Rückbank und ich dazu – passt schon irgendwie. 😄 Unser Fahrer erzählt uns, dass am 27.12. viele Geschäfte und Malls wieder am Nachmittag öffnen – und dann fahren alle gleichzeitig los. Und das sehen wir, Kilometerlange Staus, Autos ohne Ende. Ich frage mich ernsthaft, wie lange man im Stau steht, nur um danach an der Kasse wieder anzustehen. Für mich eine gruselige Vorstellung.

    Endlich kommen wir am Storage an. Kurz ausladen, tief durchatmen – und dann dieser Moment: Wiedersehen mit Hugo. 🚌❤️
    Zwischen riesigen Lastern und Anhängern steht er da. Kurzer Check innen, kurzer Check außen. Zündung. Eins. Zwei. Drei. Er springt sofort an. Läuft wie eine Eins. Erleichterung pur und es ist einfach Verlass auf Hugo 🍀❤️🙏🏻❤️🍀

    Alles rein in den Camper – jetzt wirklich randvoll – und dann die erste Fahrt dieser Reise. Ziel: BCRV Park, unsere Homebase für die erste Woche.

    Der Winterroadtrip durch Westkanada beginnt.
    Leise, entspannt – und genau richtig. ❄️🚐✨
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