• Rabat

    28. november 2025, Marokko ⋅ ☀️ 12 °C

    Wir besuchen Rabat nicht nur der Stadt wegen, wir freuen uns riesig, auch Hayat und Omar in ihrem schönen Zuhause in Témara zu besuchen, Hayat‘s Mutter und ihre Nichte kommen eigens vorbei, um uns in einem kulinarischem Rundumprogramm zu verwöhnen. Es ist Freitag und damit Couscous-Tag. Am Abend gibt es Harira, Fleisch- und Spinatküchlein und Früchte, Früchte, Früchte. Es ist ein gelungener Tag voller Freundschaft hier in Marokko und das auf Schweizerdeutsch! Hayat hat über 10 Jahre bei Sam gearbeitet und Omar bei der Schweizer Post.

    Rabat ist für uns die Stadt, in der die Schätze der Vergangenheit mit den modernsten Errungenschaften zusammenkommen!

    Dazu gehören die unvollendete Moschee mit dem halbfertigen Minarett, dem sogenannten Hassan-Turm. Dieser Turm ist eines der Wahrzeichen der Stadt Rabat. Der Name des Turmes und der Moschee stammt nicht etwa von König Hassan II., sondern leitet sich ab von al-Hasan ibn ʿAlī, dem Enkel des Propheten. Der Hassan-Turm sollte ursprünglich an die 80 Meter hoch werden, jedoch der plötzliche Tod des Bauherrn veranlasste seine Nachfolger, die Arbeiten an diesem monumentalen Gebäude einzustellen. Die heutige Höhe des Turmes erreicht etwa 44 Meter. Die geplante Moschee war ein Prestige-Projekt des Almohaden-Herrschers al-Mansour, der sich mit diesem Gebäude ein Denkmal setzen wollte. Noch heute sind Teile der Mauer, ein Wald aus Säulen, sowie der zuvor erwähnte Hassan-Turm zu sehen. Auf dem gleichen Gelände, gegenüber dem Turm, befindet sich das Mausoleum von Mohammed V.

    Die archäologische Stätte Chellah ist eine der acht Komponenten von
    „Rabat, moderne Hauptstadt und historische Stadt: Ein gemeinsames Erbe“, das seit 2012 zum UNESCO-Welterbe gehört. Als wertvolles Zeugnis der marokkanischen Geschichte und kulturellen Vielfalt veranschaulicht diese Stätte drei bedeutende Besiedlungsperioden über mehrere Jahrhunderte: die erste reicht zurück in die vorrömische mauretanische Zeit, die zweite in die Römerzeit und die dritte in die islamische Zeit des 13. und 14. Jahrhunderts unter den Meriniden, als die Stätte zur königlichen Nekropole wurde.
    Diese symbolträchtige Stätte steht auch für die Werte der Verehrung, der Bestattung und der Heiligkeit.
    Neben ihrer historischen und archäologischen Bedeutung besticht sie auch durch ihre natürliche Umgebung, die ihr ein romantisches und malerisches Aussehen verleiht.

    Das Durchqueren der Mauern ist wie der Eintritt in eine andere Welt: Wir gehen zwischen antiken Überresten, wandeln in der Zeit der Meriniden, zwischen Gärten und klappernden Störchen. Wir fühlen uns wie in einer Zeitmaschine.
    Læs mere