• Tanger Med

    30. november 2025, Marokko ⋅ 🌧 15 °C

    In Asilah ist unsere letzte Übernachtung in Marocco. Leider ist es schon dunkel, und uns entgeht die Besichtigung des hübschen Städtchens. Es reicht nur noch für ein Abendessen von gehobener Klasse in einem „französischen“ Restaurant. Sam‘s Dorade wird mit Rösti serviert, meine bestellten Teigwaren mit pochiertem Gemüse entpuppen sich als Nasi Goreng. Hauptsache: es hat uns geschmeckt, wichtige Nebensache: der Wein war gut!

    Am nächsten Morgen erwachen wir inmitten eines Sees! Seit drei Stunden regnet es, und wie! Sinnflutartig füllen sich alle ausgetrockneten Flussbette und plötzlich steht uns das Wasser - und nicht der Sand - bis zum Hals. Schwierig, ohne Schlauchboot die Toilettenräume zu erreichen, zudem liegen die Stromzufuhren unserer Camping-Nachbarn im trüben Gewässer, was ein bisschen bedrohlich auf mich wirkt. Ich erreiche aber die Toilette unversehrt und komme auch ohne Dauerwelle wieder zurück.

    Um 11.00 Uhr erreichen wir den Hafen in Tanger Med, zwei Stunden bevor wir nach Europa übersetzen. Alles läuft wie am Schnürchen (oder Tau). Fahrzeug scannen, die Drogenhunde zeigen zum Glück kein Interesse an unserem Fahrzeug und ziehen kaltschnäuzig zum nächsten weiter. Vor uns scheint etwas im Dachgepäck nicht in Ordnung zu sein. Zwei komische Jungs mit originellem Gepäck, verklebt und unübersichtlich. Viel Spass, wir können zum Glück überholen. Die Fähre legt sogar überpünktlich 10 min zu früh ab. Bei der Überfahrt lernen wir noch Dani und Miguel aus Zaragoza kennen. Sie fahren 2 x jährlich mit ihrem Special-Mini-Toyota nach Marocco, um durch die Sanddünen zu preschen, 7000 km in 2 Wochen, das ist beachtlich. Mehr unter www.lacabraraid.com. Falls wir mal mit einem crazy T-Shirt umherlaufen; es ist ein Geschenk der beiden.

    Wir erreichen das Festland in Algeciras und fahren noch weiter bis nach Malaga, wo wir unser Lager im Trockenen aufschlagen.
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