• Etosha, Tag 3 - Namutomi

    17. juni, Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

    Zur Entstehung des Etosha-Plateaus:
    Der Paläosee erhielt seinen Zufluss von den Flüssen Cunene und Cubango; Sedimente lagerten sich bis zu einer Tiefe von etwa 50 m ab. Über Millionen von Jahren wurden Knochen vieler Tiere in den Sedimenten eingeschlossen, darunter ein Afrikanisches Mammut (das als ältestes Mitglied der Fauna gilt) entlang des Ekuma-Flusses, am nördlichen Rand der Etosha-Pfanne, fanden sich prähistorische Elefanten, Riesennashörner, Riesenschweine, Riedböcke, Flusspferde und Strausse. Baumreste deuten darauf hin, dass das Gebiet einst dicht bewaldet war.

    1966 begann der namibische Unabhängigkeitskrieg zwischen der Südwestafrikanischen Volksorganisation (SWAPO) und dem südafrikanischen Apartheidregime. Er prägte ganz Nordnamibia für die nächsten drei Jahrzehnte.

    1990 wurde die Unabhängigkeit Namibias von Südafrika gefeiert. Dies ermöglichte eine integrative Naturschutzpolitik, die die Rechte der lokalen Gemeinschaften anerkennt.

    Zwischen 2008 und 2015 entstanden drei neue Resorts/Camps im Etosha-Nationalpark: das Onkoshi Resort (2008), das Dolomite Resort (2011) und das Olifantsrus Camp (2015).

    Zwischen 2025 und 2027 wurden etwa 200 km der Strasse zwischen Okaukue, Namutoni und dem King Nehale Gate asphaltiert (von insgesamt 1.000 km touristischen Strassen).

    Die Tierwelt des Etosha-Nationalparks hat viele Veränderungen durchgemacht. Als der Park gegründet wurde, waren Breitmaulnashörner lokal ausgestorben und Spitzmaulnashörner extrem selten. Beide Arten haben sich bis heute im Park wieder erholt.

    Elefanten wurden um 1880 in der Umgebung der Pfanne ausgerottet. Sie besiedelten den Park langsam wieder, ausgehend von Restpopulationen in abgelegenen Gebieten. So wurde die Zahl der Elefanten um 1952 auf 50–60 Tiere geschätzt und ist heute auf etwa 3.000 angestiegen. Die fünft- und achtgrössten, jemals gemessenen Elefanten, stammten aus der Gegend um Namutoni und wiesen eine Schulterhöhe von 4,00 m bzw. 3,86 m auf.

    Auch Löwen waren aus der Gegend um die Pfanne verschwunden und wurden 1912 erstmals wieder gesichtet. Heute leben über 300 hier.

    Schwarzgesicht-Impalas wurden aus einer schrumpfenden Population im Nordwesten in den Park umgesiedelt.

    Jedoch unterbrach die Einzäunung des Parks auch die natürlichen Wanderrouten, was zum Zusammenbruch der Populationen einiger Tierarten führte. Dazu kamen auch Dürre und Krankheiten, wie Milzbrand und Tollwut, welche regelmässig Populationsschwankungen verursachten.

    Künstliche Wasserstellen haben dazu geführt, dass Wildtiere sesshafter geworden sind, was glücklicherweise zu einem Anstieg der Populationen einiger Arten geführt hat - und uns mehr Tiere vor die Augen beschert!

    Die Ebenen des Etosha-Nationalparks beherbergen heute eine der höchsten Wildtierdichten in Trockengebieten.

    Grosse Herden von Springböcken, Steppenzebras und Streifengnus sowie Gruppen von Gnus leben in den Ebenen rund um die Pfanne, auf der Groovlakte und den angrenzenden Ebenen.

    Die Herden von Weidetieren locken Jäger wie Löwen, Tüpfelhyänen und Geparden an, die besonders zur Zeit der Jungsufzucht zahlreich vertreten sind.

    Die Ebenen sind ebenso Heimat zahlreicher Vogelarten wie Strauss, Sekretärvogel, Schwarzkopf-Korhaan und Schwärme von Rotschnabel-Querschnäppern, Graurücken- und Kastanienrückensperlingen.

    Einfach Natur pur: Vergangene Nacht weckte uns ein Buschhörnchen, welches sich im Fahrzeug an die, in Plastikampullen verschlossenen Augentropfen machte (guter Riecher!) Wir müssen den Kerl unbedingt finden, damit er uns die Kabel nicht anfrisst, sonst droht „Kurz-Schluss“!Heute hatten wir ihn wahrscheinlich noch als blinden Safari-Passagier dabei 🥴 🐿️

    Namitomi Camp
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