Etosha, Teil 4 - Namutoni- Nehale
June 18 in Namibia ⋅ ☀️ 6 °C
Es geht wieder tierisch zu und her:
Kudus sind vor allem an Ihren mächtigen Hörnern zu erkennen, die bis zu 1,8 Meter lang werden können! Verrückt, nicht?! Sie sind sehr scheu und flüchten oft bei der kleinsten Bedrohung, daher ist es gar nicht so einfach, diesem faszinierenden Gefährten zu begegnen. Am meisten Glück haben wir heute an einem Wasserloch.
Gleichenorts begegnen wir der Oryx-Antilope. Sie ist ohne Zweifel unverwechselbar und aufgrund ihres besonderen Looks ein absoluter Blickfang!. Sie ist für ihre langen, geraden, nach oben gerichteten Hörner bekannt, die ihr eine imposante Erscheinung verleihen. Diese markanten Hörner sind ihr von grossen Nutzen, vor allem im Kampf um Territorium und Weibchen. Neben ihren wirkungsvollen Hörnern, ist auch ihr Fell mit wunderschönen, schwarzen und weissem Streifen geziert und macht sie so quasi zum Supermodel der Savanne. Die Oryx-Antilope ist perfekt an die trockenen und heissen Klimazonen der Wüsten und Halbwüsten angepasst. Durch ihre effektive Wasserrückgewinnung aus dem Urin und ihre Fähigkeit, mit wenig Wasser auszukommen, kann sie in Regionen leben, in denen andere Tiere Mühe haben zu überleben. Nicht umsonst ist der Oryx der National-„held“ Namibias.
Eine der bekanntesten Antilopenarten Afrikas sind die Gnus. Sie gehören zur Gattung der Kuhantilope und sind für ihre grossen Wanderungen bekannt. Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, da ihre weiten Wanderungen verschiedene Pflanzenbestände beeinflussen und somit zur ökologischen Vielfalt beitragen.
Springböcke gelten, neben den Gazellen, als die schnellsten Sprinter des Kontinents. Das charakteristische Hüpfen der Springbockes gibt ihm seinen Namen. Er kann aus dem Stand bis zu 3.5 Meter hoch springen. Unglaublich aber wahr, neben seiner enormen Sprungkraft ist er auch eines der schnellsten Tiere der Savanne und sogar eines der schnellsten Säugetiere überhaupt. Er kann bis zu 90 Stundenkilometer rennen und kann damit die Gazelle fast, aber doch nicht ganz, einholen. Auch das Erscheinungsbild ist der Gazelle sehr ähnlich, so braucht es oft ein geschultes Auge oder einen Geschwindigkeitsmesser, um den Unterschied festzustellen. Obwohl diese beiden Tiere sehr ähnlich sind, gehören sie einer unterschiedlichen Gattung an.
Warum haben die Elefanten hier so kurze Stosszähne? Die Antwort überrascht uns! Durch intensive Wilderei und Jagd entwickeln sich Elefantenpopulationen genetisch so um, dass immer mehr Tiere ohne Stosszähne geboren werden. Überraschenderweise geschieht diese evolutionäre Anpassung extrem schnell und zeigt sich oft schon in der allerersten Folgegeneration (innerhalb von nur 15 bis 30 Jahren). Normalerweise dauert Evolution tausende von Jahren. Bei Elefanten sorgt der Mensch jedoch für einen künstlichen, mörderischen Selektionsdruck - für die Elefanten ein Überlebensvorteil: Wilderer töten gezielt Tiere mit grossen Stosszähnen. Elefanten, die aufgrund einer natürlichen Genmutation ohne Stosszähne zur Welt kommen, werden ignoriert und überleben. Die Mutation liegt auf dem X-Chromosom, ist dominant und betrifft nur Weibchen. Für männliche Embryonen ist dieser Gendefekt im Mutterleib tödlich. Das führt dazu, dass stosszahnlose Mütter zwar vermehrt stosszahnlose Töchter gebären, aber insgesamt weniger männliche Kälber zur Welt bringen. Die gute Nachricht: Die "Blitz-Evolution" ist zum Glück keine Sackgasse. Sobald der Jagddruck dauerhaft nachlässt und die Bestände streng geschützt werden, sinkt der Anteil stosszahnloser Tiere über die nächsten Generationen hinweg langsam wieder, da Stosszähne im Alltag (zum Graben und Rindenabschälen) immense biologische Vorteile bieten.
Wir verlassen heute den Etosha-NP und blicken auf vier traumhafte Tage zurück. Es war überwältigend!Read more
















Traveler
Ganz schön trocken…
Horu - born4adventureTrockener Winter🤗
Traveler
Immer wieder schön 👍