• A33 Richtung Nata

    July 3 in Botswana ⋅ ☁️ 25 °C

    Auf Empfehlung steuern wir die Chobe Mapani Forest Lodge, einige Kilometer ab der A33 an.

    Hier kommt man mit Bestimmtheit in den Genuss von 32 Elefanten, die Abend für Abend bei der Lodge ihren Durst löschen. Um 16.00 Uhr kommen sie dann lautlos aus dem Busch. Nach dem Spektakel freut sich Sam auf seine notwendige Dusche, woraus leider nichts wird. Die Elefanten hätten die Wasserleitung eben gekappt.

    Wir sind aber auch in dieser Region, wegen der legendäre und extrem abgelegenen „Hunter’s Road“, eine 4x4-Offroad-Strecke, die metergenau entlang der Grenze zu Zimbabwe verläuft. Die historische Route gilt unter Overland-Enthusiasten als eines der letzten echten Wildnis-Abenteuer im südlichen Afrika. Trotz Trockenzeit, bekomme ich eine schlaflose Nacht, wenn ich mehr Details darüber lese: Die Strecke besteht primär aus tiefem Sand, ausgetrockneten, holprigen Elefantenspuren und dichtem Buschwerk. Sie sei machbar, verlange aber Fahrer und Fahrzeug (vor allem der Beifahrerin!) Vieles ab.

    Keinen Meter über die Grenze (sonst wird man direkt verhaftet, falls da überhaupt einer ist), kein Steckenbleiben oder Panne (sonst könnte man beim Bergen von botswanischen oder zimbabwischen Löwen gefressen werden). Tagelang keine Hilfe (Sateliten-Notruf hätten wir zwar dabei). Die Offline-Karte „Tracks4Afrika“ kennt sich hier allem Anschein nach auch nicht genügend aus, für mögliche Ausstiege, wäre das essentiell!

    Unausgeschlafen, kündige ich Sam meine Befürchtungen an, und mein schlechtes Bauchgefühl führt mich morgens umgehend zur Toilette (ohne Wasserspülung).

    Wir machen den Test aufs Exempel, damit bei uns zwischenmenschliche Ruhe einkehrt. Wir schaffen 1.5 km, z.T. mit Untersetzung, durch tiefe Mulden mit Schräglage garniert mit Elefantentracks. Mir reicht es (und Sam wirkt glücklicherweise auch einsichtig). Eine komplizierte Wende lässt uns wieder in Richtung Norden umkehren. Weitere 15 km, immer entlang der Grenze, schaffen wir dann gut. So können wir sagen, wir waren auf der „Hunters Road“

    Unser nächster Übernachtungsstopp ist die „Touch of Africa Safari Lodge“, wo wir zusammen und in Frieden vereint, den Tag ausklingen lassen, und unsere nächsten Abenteuer planen.

    Chobe Mapani Forest Lodge**** 1d
    Touch of Africa Safari Lodge*** 1d
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