• Weiterfahrt nach Ghanzi

    July 22 in Botswana ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Devil Bushes begleiten uns beidseitig und kilometerweit bis zum Xade Gate und machen ihrem Namen alle Ehre. Wir entscheiden uns für Musik von Calvin Russel, um die täuflisch akustische Buschstimmung mit seinen wüsten Kratztönen etwas aufzupeppen. Der Titel „Crossroad“ passt bestens.

    Am Xade Gate angekommen, entscheiden wir uns für weitere 40 Kilometer Tiefsand-Weiterfahrt und anschliessend 120 km Gravel/Waschbtett, anstelle einem Übernachtungsplatz beim Xade Gate, die Uhr zeigt erst 13.00 Uhr. Am Xade-Gate bietet sich auf der Toilette wiederum eine tierisch Überraschung, als ich unseren Abfallbeutel im Kippeimer entsorgen möchte. Es gibt einen Hinweis „bitte Türe schliessen“, das hat seinen Grund:
    1. Als ich die Klappe des Eimers öffne, schauen mir zwei riesige Augen ins Gesicht, und der ganz Eimer beginnt zu beben. Ich kann das Tier weder benennen, noch einschätzen, ob gut oder böse? Auf jeden Fall hat es ein schönes Gesicht.
    2. Voller Schrecken, kann ich die Aussentür nicht mehr von innen öffnen.

    Ich rufe Sam zu Hilfe, um mich von aussen zu befreien. Natürlich warte ich lange, und natürlich hat er keine Ahnung, warum ich so rumflippe. Aber, wir müssen das Tier retten, was es auch immer ist. Ins Freie gelangt, legen wir den Kübel hin, damit sich die Klappe öffnet, alles ruhig, dann die Überraschung: eine wunderschöne, grosse Eule entkommt ihrem schlimmen Gefängnis, was sie wohl wie eine Falle eingefangen hat, reingefallen aber nicht mehr rausgekommen. Glücklich, über ihren erfolgreichen Startflug (bei Tag), verabschieden wir uns vom Gate.

    Wir erreichen knapp vor 17.00 Uhr die Palm Afrique Lodge vor der Wüstenstadt Ghanzi. Hier können wir uns zwei Tage ausruhen, Wäsche waschen und das allerhöchste der Gegühle: Duschen!

    In Ghanzi machen wir noch Einkäufe und tanken Diesel für den morgigen Grenzübertritt, wieder zurück nach Namibia.
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