• Rückkehr nach Namibia

    July 24 in Namibia ⋅ ☀️ 22 °C

    Noch ca. 100 km geniesen wir den maroden Strassenbelag Botswanas, bis wir den Trans-Kalahari Border Post nach Namibia erreichen. Die Zollformalitäten der beiden Länder befinden sich zum Glück im gleichen Gebäude. Aber wieder einmal sind weder Schalter, noch die nötigen Formalitäten beschrieben. Zum Glück steht ein Lastwagenchauffeur vor uns in der Reihe, welcher das Procedere auswendig kennt (sogar dasjenige für Ausländer, die Customs, wie Horu, dabei haben). Noch schnell da ein Visumformulat ausfüllen (obschon wir ja ein e-Visum für 90 Tage mit Re-Entry besitzen). Kugelschreiber funktionieren nicht. Dann müssen erneute Road-Gebüren (RFA) bezahlt werden. Samuels Rückflug wird peinlichst genau kontrolliert, alles in Allem benötigen wir zwei Stunden, inklusive Kontrolle unseres Kühlschrankes; es dürfen weder tierische Produkte, noch Gemüse und Früchte eingeführt werden. Die Maul- und Klauenseuche ist anscheinend immer noch aktiv.

    Wir ziehen die Strecke bis nach Gobabis durch, wo wir um 16.30 Uhr gerade noch rechtzeitig ein Schalter-Ticket im MTC-Telefonanbietershop ziehen. Den Standort habe ich vorab wohlweislich noch mit Botswana-Netz notiert. Just nach der Grenze versiegt dieses nämlich subito, und wir sind orientierungslos. Ein schönes Gefühl, für einen Monat wieder mit 30GB versorgt zu sein. Wir fahren zum Spar, um unseren Kühlschrank wieder zufrieden zu stellen.

    Kaum sind wir in einer Stadt, wird uns das Elend der Armut wieder vor Augen geführt: Kinder baren Fusses, bekleidet, mit allem, was sie besitzen, betteln an Tankstellen und vor dem Spar, halt da, wo viel Geld umgesetzt wird. Wir verteilen Brot und Bonbons, im Spar kaufe ich Orangensaft, Sandwiches und Schokoriegel - ein Tropfen auf den heissen Stein - ein Tropfen auf mein schlechtes Kapitalistengewissen.

    Wir übernachten in der Goba Lodge, einfach, aber zweckmässig. Sam gönnt sich ein T-Bone-Steak, ich ein Vegi Taco. Die Nacht wird empfindlich kalt, und wir wagen uns erst zur späteren Morgenstunde unter der warmen Decke hervor - endlich, die Sonne hat genügend aufgeheizt.

    Gemütlich fahren wir die Trans-Kalahari B6 weiter Richtung Windhoek, lassen die Stadt aber nordöstlich von uns liegen, um die Scenic Road über den Spreetshoogte-Pass in der Namib-Wüste zu befahren.

    Nach einer kurzen WhatsApp- Anmeldung, übernachten wir in der Steinheim Game Farm. Gemäss Kurzbeschrieb: „The gate is open even as it might appear to be locked. Just slide 2 chains through each other …“
    löse ich das Knubbel-Rätsel, und wir finden sogar unseren Platz in der weitläufigen Farm. Wir sind ganz alleine! Zwischenzeitlich wissen wir sogar, wie wir unsere warme Dusche vorbereiten müssen, also, nichts wie Holz suchen.

    Goba Lodge *** 1 day
    Steinheim Game Farm ***** 1day
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