Durchschlageübung und 3 Hütten in einem
Mar 27–28, 2025 in Finland ⋅ ❄️ 1 °C
📌 Rautulampi
Heute haben wir erst im Laufe des Tages entschieden, an welcher Hütte wir übernachten wollen. Deshalb sind wir früh gestartet, denn die weiteste Option war 25 km entfernt (Na, schon ne Ahnung, ob wir uns wohl dafür entschieden haben? :D)
Gestartet sind wir auf dem letzten Stück Weg von gestern am Fluss entlang. Der entspannte Teil hielt nur kurz an, danach ging die Expedition los. Wir mussten eine Bergkette überqueren und haben uns dafür die niedrigste Stelle ausgesucht, sodass wir 50 Höhenmeter bewältigen mussten. Es war zwar noch eine verschneite alte Spur zu erkennen, die aber so steil war, dass wir mit den Pulkas Schwierigkeiten hatten. Wir haben also unseren eigenen Weg in Serpentinen gesucht, wobei uns der Tiefschnee und die steilen Wendungen in den Kurven zu schaffen machten. Die Mühe wurde belohnt, denn oben wartete eine super Aussicht auf uns. Wir vermuten, dass wir nach Osten sogar bis zum Nachbarland Russland schauen konnten. Wie auf allen Bergen hier, wehte auch dort ein eisiger Wind, aber es gab ausnahmsweise Mobilfunkempfang, sodass wir eine kurze Pause einlegten. Wir dachten wir hätten mit dem Aufstieg den abenteuerlichsten Teil geschafft, doch dieser sollte erst folgen. Für den nächsten Teil hatten wir nur einen GPX Track, dem wir versuchten zu folgen. Spuren waren keine zu sehen, das heißt wir mussten selber eine legen. Steffi ging also ohne Pulka vor, behielt die Karte im Blick um die richtige Richtung zu finden und versuchte, eine pulkafreundliche Spur zu ziehen und Bacon und Maxi folgten und versuchten, die Pulkas möglichst gut mitzubekommen. Einer der Franzosen hat es gestern sehr treffend formuliert: „the Pulka has its own life and its own will“. Das Gelände war ein riesiger bewaldeter und hügeliger Hang und bisher die gefühlt einsamste Gegend. Wir haben dort viele Tierspuren gesehen.
Irgendwann kreuzte eine Langlaufspur unseren Weg und wir entschieden, dieser ins Tal zu folgen. Beim selber Spuren und Orientieren waren wir mit langsamem 1 km/h unterwegs, statt wie sonst mit ca. 4 km/h. Auf der bereits gefahrenen Spur ging es deutlich besser. Im Tal führte unser Weg einige Kilometer wechselnd über den Fluss und daran entlang. An der ersten möglichen Hütte sind wir recht spät angekommen, wir wollten aber noch weiter, deshalb gab es dort nur eine kurze Snackpause. Die zweite Hütte war unsere erste Übernachtungsoption, dort kamen wir gegen 17 Uhr an. An dieser Hütte waren wir am zweiten Tag schonmal, dort hatten wir entschieden, den längeren Weg zu gehen. Auch heute haben wir natürlich nicht gelernt, und entschieden uns, noch weiter zu dritten möglichen Hütte zu gehen, um morgen einen kürzeren Weg zurück nach Saariselkä zu haben. Wir sammelten also unsere letzten Kräfte zusammen und legten den Weg zur Hütte in knapp 2 Stunden, statt erwarteten 2,5 Stunden zurück und kamen um 19 Uhr an.
Die Hütte kannten wir bereits von unserer ersten Nacht und auch heute war sie wieder gut gefüllt. Wir entschieden, in einer kleineren Hütte nebenan zu übernachten, die wir ganz für uns hatten. Wir sortierten uns, machten ein warmes Feuer und kochten Abendessen. Danach fielen wir ins Bett und freuen uns auf einen entspannten letzten Tag auf Skiern morgen.
Walnuss-Zimt-Porridge: 8/10
Heiße Schokolade: 6/10, Potential 10/10 wenn man die richtige Menge Wasser (150ml statt 250ml) nehmen würde :)
Couscous mediterran (inkl. restlicher Parmesan von gestern): 9/10
Polarlichter: 6/10, Durchschnitt aus 4/10 Polarlichter und 8/10 Blick auf Polarlichter vom Schlafplatz durch Panoramafenster der HütteRead more












Traveler
Und? Noch alle Finger dran? 😜
Steffi hat geschnitten, also ja 😉 [Bacon]