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  • Day26

    Melbourne, 06.06.2019

    June 7 in Australia ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach den letzten vollen Tagen wollten wir heute mal ein bisschen ausschlafen - und haben prompt verschlafen. Etwas verspätet haben wir also aus dem Hostel ausgecheckt und haben uns dann auf den Weg zum Queen Victoria Market gemacht. Hier war gestern der Nachtmarkt, heute waren hier allerdings scheinbar noch mehr Stände aufgebaut, es gab hauptsächlich Souvenirs und Kleidung.
    Obwohl wir nach dem Markt wahrscheinlich schon unser tägliches Kilometerziel erreicht hatten, haben wir uns danach auf den Weg zum Abbortsford Convent gemacht, der uns auf Bildern total gut gefallen hat.
    Da er recht außerhalb der Stadt war, konnten wir dort nicht wie geplant mit den Stadtfahrrädern hinfahren, sondern mussten die fünf Kilometer stattdessen laufen. Dadurch hatten wir gleichzeitig die Möglichkeit die Umgebung ein bisschen besser zu erkunden, da wir in dieser Gegend von Melbourne bisher noch nicht gewesen waren. So haben wir unterwegs das Princess Theater entdeckt, das nicht nur ein sehr schönes Gebäude ist, sondern auch momentan den neuen Teil von Harry Potter aufführt. Auch wenn alle Karten schon längst ausgebucht waren, konnten wir immerhin einen Blick in das Harry Potter-Fanshop werfen.
    Das gegenüberliegende Parlament wurde unglücklicherweise gerade renorviert, sodass wir nur die Hälfte davon sehen konnten, die andere Hälfte wurde von Plastikplanen verdeckt. Also sind wir weiter zur St. Patrick's Kathedrale gelaufen, die von außen sowie von innen sehr imposant gewirkt hat. Über weitere Plätze und durch zahlreiche Parks haben wir schließlich das Abbortsford Convent erreicht. Dieses stellte sich allerdings als Enttäuschung heraus. Das zwar von außen schöne Klostergebäude wirkte wie verlassen, es gab nur eine spärlich ausgestattete Bildergallerie anstatt dem erwarteten Tonworkshop und die Ziegen rund um das Gelände konnten wir auch nur von Weitem sehen. Immerhin war es ein sehr friedlicher Ort.
    Um nicht den ganzen Weg wieder zurücklaufen zu müssen, sind wir ein kleines Stück mit einem Uber-Taxi gefahren. Der Fahrer war total nett und hat uns den Tipp gegeben, die Smith Street in der Nähe zu erkunden. Netterweise hat er uns hier direkt herausgelassen, sodass Linda und ich die Straße entlang laufen konnten. Als ich ein Bild davon knipsen wollte, bekam ich einen riesen Schreck: Meine Kamera war weg! Ich hatte sie in dem Uber-Taxi liegen lassen.
    Bis wir den Fahrer schließlich erreicht haben, war er schon auf der anderen Seite der Stadt angelangt. Da er verständlicherweise nicht nochmal zurückfahren wollte, hat er meine Kamera in einem Hotel in seiner Nähe abgegeben. Also mussten Linda und ich irgendwie dorthin kommen. Dazu wollten wir die kostenlose City Tram nehmen, was sich allerdings als äußerst kompliziert herausgestellt hat, weil mittlerweile unsere Handyakkus leer waren und wir an der falschen Haltestelle gewartet haben. In letzter Minute hat uns eine nette Frau zur richtigen Station geführt, sodass wir mit der Tram zu dem Hotel in dem Stadtviertel Docklands gefahren sind. Hier waren wir bisher noch nicht und hätten es vermutlich auch ausgespart, es war allerdings viel schöner als erwartet. Das Viertel lag direkt am Hafen und da es mittlerweile schon dunkel war, leuchteten die Gebäude rundherum in bunten Farben. Ohne weiteren Probleme habe ich dort meine Kamera wieder bekommen.
    Vor dem Hotel haben wir uns noch mit zwei jungen Männern aus Indien getroffen, die Linda auf ihrem Flug nach Melbourne kennengelernt hat. Zusammen mit ihnen haben wir das toll beleuchtete Riesenrad in den Docklands angeschaut und sind dann zurück zum Hostel gegangen, um unser Koffer abzuholen. Denn dann war es auch schon wieder Zeit von Melbourne Abschied zu nehmen. Melbounre hat mir definitiv sehr gut gefallen, es ist einfach eine total vielfältige Stadt, bei der es an jeder Ecke was zu entdecken gibt und wo wir sicherlich auch noch mehr Zeit hätten verbringen können. Stattdessen sind wir am späten Abend nun aber in unseren ersten Nachtbus gestiegen, um die Ostküste weiter zu erkunden.
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