• Tag 43, 0 Km/8817 Km

    11 de octubre de 2024, Senegal ⋅ ☁️ 31 °C

    Nachdem die Sonne untergegangen ist wird es zugegebenermaßen ziemlich unheimlich. Es gibt keine Lichtquelle außer der Taschenlampe und keinen Menschen im Radius der nächsten 5 Kilometer. Nicht weit weg von mir höre ich bei völliger Dunkelheit einen Kojoten heulen, weitere gesellen sich aus gleicher Richtung und Entfernung im Geheule dazu. Es fühlt sich an, als käme das Geheule aus einer Entfernung von 10 Metern. Ich leuchte vor meinem Auto stehend in die Dunkelheit, sehe aber weder Kojoten noch sonst irgendwas außer im Wind wehendes Gestrüpp. Die ganze Nacht ist bis auf das laute Zirpen der Grillen nichts weiter zu hören.
    Am Morgen kommt ein Mann namens Ibu zu mir. Er arbeitet an der Lodge, jätet Unkraut. Ich mache ihm einen Kaffee, er wird mir dafür zum Mittag etwas zu Essen bringen. Ich könnte durchaus den ganzen Tag auf den Fluss und die Vögel schauen, laufe aber am Vormittag für rund drei Stunden zu Fuß durch das matschige Flussdelta. Ich sehe zahlreiche Vögel in allen Farben und viele Baobab-Bäume, für die der Senegal bekannt ist. Ohne GPS, da bin ich mir sicher, würde ich den Rückweg nicht mehr finden, zu groß ist das Risiko in einem der sandigen Arme in die falsche Richtung abzubiegen. Am Nachmittag bringt mir Ibu tatsächlich eine Plastiktüte mit Reis, Fisch und Gemüse. Ich bin sehr dankbar über das Essen, Reis und Gemüse sind wirklich gut, nur der Fisch ist nichts für meinen europäischen Gaumen und schmeckt genauso, wie es auf dem Fischmarkt in Nouakchott und Dakar gerochen hat.
    Ich werde bis zur kommenden Woche hier bleiben und nächste Woche zurück in den Norden starten. Der Djoudj-Nationalpark im Norden von Senegal öffnet Mitte nächste Woche seine Tore, so schreibt es mir einer der Parkranger per WhatsApp.
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