• Tag 61, 22 Km/10899 Km

    October 29, 2024 in Senegal ⋅ ⛅ 33 °C

    Ein paar Kilometer vor dem Camp gibt es eine Plattform in den Bäumen, die wir am Morgen besichtigen. Die Plattform ist in 25 Metern Höhe direkt in einer der Baumkronen angebracht, der einzige Zugang ist eine wackelige Strickleiter vom Boden direkt zur Plattform. Es gibt eine Fallsicherung an einem Seil, die Benutzung der Sicherung kostet 4.50 €, der Aufstieg ohne Sicherung ist kostenfrei. Nach afrikanischem Maßstab gesichert geht es nach oben, der Blick vom Baum auf den dichten Wald ist wunderschön. Nach so viel Adrenalin geht es ein Stück weiter in Richtung Meer bis zur Stadt Elinkine, wo es ein schönes Camp direkt am Flussufer und einen kleinen Elektronikladen gibt, der tatsächlich auch einen elektrischen Rasierer für mich hat. Es geht anschließend wieder auf ein Boot zu einer der vorgelagerten Insel, die alte Kolonialgebäude und Traumstrände bietet. Auf dem Weg zur Insel muss unser Bootsführer an einem kleinen Strand tanken, an diesem Strand liegen Berge von toten Rochen, die durch die Anwohner gerade sortiert werden. Der Geruch ist heftig, die Fischberge riechen gar nicht so sehr nach Fisch sondern vielmehr nach Ammoniak. Ich bin eigentlich sicher, dass dieser Fisch nicht mehr essbar ist, was aber offenbar doch der Fall ist. Nach weiteren 5 Minuten müssen wir uns beim Militär registrieren, zwei mit Maschinengewehren bewaffnete Soldaten schreiben unsere Passdaten in ein Buch, im Hintergrund sind Schüsse aus Gewehren zu hören, das Militär übt offenbar rund um den Fluss.
    Die Casamance war bis vor einigen Jahren noch sehr unruhig und touristisch eine No-Go Area, glücklicherweise hat sich dies mittlerweile geändert, vielleicht auch durch solche Maßnahmen.
    Wir bleiben 4 Stunden auf der Insel, schwimmen im flachen Wasser und trinken Bier unter den Palmen, die direkt bis an den Strand ragen, bevor es kurz vor Sonnenuntergang wieder zurück zum Festland und zum Camp geht.
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