Tag 121, 0 Km/16366 Km
December 28, 2024 in Ghana ⋅ 🌙 32 °C
Spät am Abend, die Sonne ist bereits lange untergegangen, gehen wir vom Restaurant zurück zum Hostel. Der Weg führt vorbei am Fußballstadion von Kumasi und tatsächlich läuft zufällig gerade ein Spiel. Ich frage an einer der Kassen, ob es noch Tickets gibt. Die gibt es, kosten umgerechnet 2€. Also sitzen wir 5 Minuten später im Heimblock vom FC Kotoko. Der Zweitplatzierte der Ghanaischen Liga, die 'Gold Stars' sind zu Gast und es steht 1:0 für die Heimmannschaft. Auch wenn das Stadion nur halbvoll ist, ist die Stimmung trotzdem gut, es wird gesungen, gepöbelt und getanzt und als dann auch noch das 2:0 fällt, auch ausgelassen gejubelt. Im ganzen Stadion sind wir die einzigen Weißen.
Am nächsten Tag geht es ins Stadtzentrum, Ziel ist der Kejetia Markt, angeblich der größte Markt in Westafrika. Es ist schwierig, ein Taxi zu finden welches zum Markt fährt, keiner will sich den Stress und den Stau rund um den Markt antun. Also mit dem Taxi soweit wie es geht, den Rest zu Fuß. Ob der Markt tatsächlich der größte in Westafrika ist kann ich nicht sagen, für mich auf jeden Fall der hektischste. Die dreistöckige Markthalle selbst ist überdacht, das Chaos in der Halle überschaubar, der Weg dorthin und später aus der Halle raus ist purer Wahnsinn. Es ist stellenweise für Fußgänger kein Durchkommen, weil Fahrzeuge aller Art vom Motorrad bis hin zum LKW bis an die Markthalle ranfahren und sich die Händler und die Kunden bereits auf den Straßen rund um den Markt zu Tausenden tummeln. Nach 1.5 Stunden habe ich vom Chaos genug, der Lärm und der Gestank der dieselbetriebenen Fahrzeuge, die zu hunderten im dichten Stau den Motor laufen lassen reicht mir irgendwann. Also zu Fuß im Zeitlupentempo raus aus dem Chaos und rein ins Manhyia Palast Museum. Das Palastmuseum wird durch den lokalen König der Region genutzt und stellt diverse Originale aus dem Königreich der Ashanti aus. Der Museumsführer ist besonders stolz auf den Kühlschrank, der schon 70 Jahre alt ist und noch immer funktioniert! Zum Beweis öffnet er den Kühlschrank und zeigt und das zugefrorene Eisfach. Wenn der König von Kumasi dann mal anwesend ist, ist der Kühlschrank bestimmt voll mit Bier.
Nachmittags dann weiter mit dem Tuktuk zur Mall (langweilig), zu Fuß zum Restaurant (indisch - teuer und großartig) und schließlich in eine Bar in eine der Seitenstraßen vom Hostel. In der Bar gibt es Bier aus dem Kühlschrank, auch wenn der König gerade nicht zu Gast ist.Read more




















Traveler
🤣😂
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Gerald Asamoah kommt ja auch aus Ghana 🇬🇭Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder in Ghana