• Tag 122, 38 Km/16404 Km

    December 29, 2024 in Ghana ⋅ ⛅ 29 °C

    Nachdem es dunkel ist, explodiert die Anzahl an Gästen in dem kleinen Pub. Die Tische reichen schon bald nicht mehr, also werden von allen Seiten neue Tische und Stühle zu den wartenden Gästen getragen. Irgendwann kommt auch ein DJ hinzu und nachdem wir mehrere Stunden den Geruch von gegrilltem Fleisch vom Straßengrill nebenan in der Nase hatten kaufen wir uns Hühnerspieße. Das Fleisch ist ungenießbar und eigentlich nur eine Mischung aus Knorpel und Fett gewürzt mit einem extrem scharfen Gewürzmix. Den Einheimischen scheint es immerhin zu schmecken. Am Ende sorgt die angenehme Atmosphäre im Pub dazu, dass ich viel zu viel trinke und am nächsten Morgen etwas in den Seilen hänge. Genau richtig für einen entspannten Tag am Bosomtwe-See, keine 40 Kilometer von der Stadt Kumasi entfernt. Die Straße ist mal wieder extrem schlecht und die Fahrt dauert mehr als 1.5 Stunden für das kurze Stück. Auf der knüppelharten Wellblechpiste liegt eine Schicht von rund 3-4 cm dichtem Staub, was zur Folge hat, dass das Auto am Ende mal wieder von innen und von außen komplett eingestaubt ist. Der feine Staub kriecht einfach durch alle Ritzen.
    Der See ist ein Meteoritenkrater und am Rand des Kraters gibt es einen Pferdehof, auf dessen Parkplatz wir übernachten dürfen. Der Blick auf den See von der Terrasse ist wunderschön, der Preis ist dafür ein Übernachtungsplatz rund 5 Meter neben der Pferdekoppel bzw. dem 'Stellplatz' der Pferde mit entsprechendem Geruch. Zudem gibt es unzählige fliegende Insekten aller Art. Den Nachmittag am See und auf der Terrasse zu verbringen ist nach dem gestrigen Abend dafür genau passend. Da der See keinen Ablauf hat, ist die Wasserqualität ziemlich mies - das Wasser stinkt. Außerdem ist das Risiko einer Parasitenerkrankung in einem stehenden Gewässer in Afrika nicht zu verachten, also verzichten wir aufs Baden in der dunklen Brühe.
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