• Tag 210, 73 Km/27414 Km

    27 Mac 2025, Angola ⋅ ⛅ 30 °C

    Ich verlasse Lobito, bin auch ab heute wieder alleine unterwegs. Bevor ich die Stadt final verlasse, halte ich noch an der Kirche, außerdem gibt es eine Statue in der Bucht, deren Design man sich offenbar in Kopenhagen abgeguckt hat.
    Unweit südlich von Lobito zweigt eine Offroadpiste zur Küste ab, bevor ich morgen weiter in Richtung Süden fahre mache ich hier einen Stopp. Nahe dem Fischerdorf Caota gibt es einen kleinen Geheimtipp Angolas, die Küste fällt hier steil ins Meer ab, an einer Stelle ragt zwischen den Klippen der Steilküste ein Berg auf. Über eine immer schlechter werdende Straße fahre ich mit dem Auto soweit wie ich kann in Richtung des kleinen Berges. Irgendwann wird die Straße zu schmal um weiterfahren zu können. Ich parke auf einer kleinen Lichtung und mache mich zu Fuß auf den Weg zum Gipfel. Es ist super einsam, niemand ist weit und breit. Schon der Weg zum Gipfel ist ein Traum, es gibt nur leider unendlich viele Erdwespen deren Höhlen direkt auf dem schmalen Pfad sind. Ich habe schlechte Erfahrungen mit großen, schwarzen, stechenden Insekten, glücklicherweise sticht mich heute keines davon. In den Bäumen die links und rechts des Pfades stehen, nisten Hornraben, die offenbar wenig Interesse an meiner Anwesenheit haben und mein Vorbeilaufen laut schimpfend kommentieren. Ich erreiche irgendwann den Gipfel, der Blick zu beiden Seiten auf die Steilküste und die Strände ist unglaublich. Angola ist aktuell dabei, sich bei mir auf den ersten Platz aller bereisten Länder in Afrika zu schieben. Ganz in der Nähe gibt es eine Tauchschule und da es zu spät ist jetzt noch weiter in den Süden zu fahren frage ich den Chef der Tauchschule ob ich auf seinem Grundstück übernachten kann. Geht natürlich, es gibt sogar eine Dusche, eine Toilette und sogar Blick auf ein altes Schiffswrack, welches hier vor Jahren vor der Küste gesunken ist.
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