• Tag 281, 375 Km/40840 Km

    6 de junho de 2025, Namíbia ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir verlassen den Namib-Rand und fahren weiter in Richtung Lüderitz. Die Straße ist ziemlich übel, die Wellblechpiste lässt eigentlich keine Geschwindigkeiten von mehr als 40 Km/h zu. Wenn man mal anhält, muss man aufpassen, dass man noch eine Hose anhat, derart stark vibriert es. So schlecht wie die Straße ist, so schön ist die Umgebung, pastellfarbene Wiesen, hellblauer Himmel, hohe Berge, rote Dünen. Vor Lüderitz ziehen Wildpferde durch das mit hohem Gras bewachsene Tal. Namibias Natur ist überall traumhaft, eigentlich ist es egal, auf welcher Straße man sich bewegt.
    Rund 100 Kilometer vor Lüderitz beginnt der Asphalt, erst jetzt höre ist heftige mechanische Schläge vom Unterboden, die auf der Piste aus Sand und Steinen von den lauten Fahrgeräuschen übertönt wurden. Ich muss anhalten, lege mich unters Auto. Das Hitzeschutzblech der Bremse ist hinten rechts abgerissen, hat den ABS-Sensor mitgerissen und schlägt nun beim Fahren an Bremsscheibe und Achse. Das Blech ist total zerstört, keine Chance das jemals wieder zu reparieren. Ich entferne das Blech, befestige den ABS Sensor am Straßenrand notdürftig, so dass es erstmal weiter nach Lüderitz gehen kann. Die Tage in Afrika sind gezählt, ich denke bis zum Ende ohne das Blech auszukommen.
    Auf dem letzten Stück nach Lüderitz wird es extrem windig und kühl, in der Sonne kaum mehr als 15 Grad. Die kleine Stadt liegt einsam und abgeschieden am Atlantik, vor langer Zeit diente der Ort dem Diamantenabbau. Es gibt eine Bahnschiene die man zum Abtransport der Diamanten vor vielen Jahren aus dem Sperrgebiet-Nationalpark nutzte und deren Bahnhöfe auf der Strecke mitten im Nirgendwo nach und nach verfallen.
    Wir finden in Lüderitz einen Stellplatz im Hof des Hostels der kleinen Stadt, am Abend ist es zu spät um irgendetwas zu erkunden außer eines der wenigen Restaurants der Stadt.
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