Tag 308, 225 Km/45686 Km
3. Juli 2025 in Südafrika ⋅ ☀️ 25 °C
Es wird Zeit für eine wärmere Gegend, also breche ich am Morgen irgendwann auf, fahre das kurze Stück bis zur Grenze. Heiner möchte bei -8 Grad am Morgen nicht anspringen und als er dann irgendwann doch will geht der Motor nach 10 Sekunden wieder aus. Er weiß wohl schon, was da heute auf ihn wartet. Die Ausreise dauert 5 Minuten und 10 Sekunden. Die 10 Sekunden dauert es den Pass zu stempeln, die 5 Minuten dauert die Debatte über Fortuna Düsseldorf und wer wirklich die beste Fußballmannschaft der Welt ist.
Dann fahre ich auf den Sani Pass bis runter nach Südafrika. Die Passstraße zählt als eine der gefährlichsten Straßen Afrikas, unbefestigt geht es unglaublich steil nach unten. Auf beiden Seiten der Grenze lassen einen die Grenzbeamten nur mit Geländefahrzeug passieren, ganz egal für welchen Fußballverein man hält. Auch wenn ich in den scharfen Kurven bei der Steigung manchmal glaube, das Fahrzeug würde umkippen, ist die Straße besser als ich dachte. Fährt man langsam, passiert auch nichts. Manch einer kannte diese Regel wohl nicht und hat hier mit dem Leben bezahlt, Zeuge davon sind die kaputten Schrottreste die im Tal neben der Strecke 150 Meter tiefer liegen. Auch die Einreise in Südafrika im Tal geht schnell, leider gibt es auf dieser Seite der Grenze keinen Zoll, ich hätte das Fahrzeug gestern nicht mit dem Carnet de Passage ausführen dürfen. Ohne Stempel in den Papieren geht es weiter, ich hoffe das sich dies bei der finalen Ausreise im Hafen von Kapstadt nicht zu einem Problem entwickelt. Vorbei an ärmlichen Dörfern geht es schließlich bis zur Küste, die Strecke zieht sich ziemlich und ist nicht besonders ansprechend. Ich erreiche am späten Nachmittag Rocky Bay, wo es einen riesigen Campingplatz gibt, 150 Einheiten stehen dicht an dicht nebeneinander. Auf der ganzen Reise habe ich solch einen Platz in dieser Dimension noch nicht gesehen, südafrikanische Rentner-Dauercamper sitzen vor den Vorzelten und trinken am Nachmittag schon Bier. Fühlt sich trotzdem gut an, eine Nacht hier zu verbringen, auch wenn es komisch ist, an einem Tag von fast 3000 Meter auf 0 Meter Höhe gefahren zu sein.Weiterlesen























Strecke [E.L.]