• Tag 319, 55 Km/47130 Km

    July 14, 2025 in South Africa ⋅ ☀️ 13 °C

    Es geht am Morgen zuerst zum Reifenservice. Die Werkstatt ist unglaublich professionell, man schafft es im ersten Versuch den Wagenheber richtig zu bedienen und keine zwei Minuten später ist der Reifen runter. Es gibt sogar ein kleines Körbchen, in dem die abgeschraubten Radmuttern gesammelt werden. Bei so viel Professionalität kann nichts mehr schief gehen. Insgesamt hat der Reifen vier Löcher und einen großen Riss an der Innenseite, der zum Glück noch nicht ganz durch ist. Keine Ahnung, was ich da gemacht habe bzw. wo ich da wohl durchgefahren bin. Der Reifen ist reparabel und nach einer Stunde wieder drauf. Kostenpunkt für zwei Personen, jeweils eine Stunde: 8€ incl. Flickzeug. Die zweite Werkstatt von Marokko bis hierher mit dessen Leistung ich uneingeschränkt zufrieden bin.
    Mit knüppelhart aufgepumpten Reifen fahre ich ins Valley of Desolation. Die Straße führt steil hoch auf die Bergkuppe, es gibt einen Fußweg von rund einer Stunde direkt an der Abbruchkante entlang. Der Fels fällt hier mehrere hunderte Meter steil bergab. Es gibt kein Geländer, einen Schritt zu weit und man ist unten. Der Blick von oben auf die Tiefebene, die Felsnadeln und die Abbruchkante ist unglaublich toll.
    Am Nachmittag fahre ich zurück, der Nationalpark rund um das Valley of Desolation hat mehrere Offroadpisten zur Auswahl um zurück zur Hauptstraße zu kommen. Es gibt einen großen Staudamm in der Nähe und da dieser gerade übervoll ist, sind ziemlich viele Straßen überspült und nicht befahrbar. Die Runde durch den Nationalpark ist trotzdem super, Strauße, Antilopen und Gnus grasen im Flachland, rennen sofort weg, wenn sie mich entdecken.
    Der Reifen bleibt bis zum Ende des Tages dicht, also kann es morgen langsam wieder zurück zur Küste gehen. Ein wenig schade ist es schon, die Gegend rund um Graff-Reinert ist für mich bislang die schönste Region von Südafrika.
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