Nach etwa zwei Stunden Fahrt mit der günstigen Mitfahrgelegenheit erreiche ich Maceió, die Hauptstadt des Bundesstaates Alagoas.
Die Stadt wird von mehreren Stränden gesäumt, von denen der Praia de Ponta Verde wohl der schönste ist. Der feine, weiße Sand, das klare, türkisfarbene Wasser und die hohen Kokospalmen verleihen diesem Stadtstrand eine tropische Leichtigkeit. Hier herrscht reges Treiben: Spaziergänger, Radfahrer und Strandverkäufer beleben die Promenade, während draußen im Wasser kleine Jangadas schaukeln.
Hier liegt auch der Marco dos Corais, ein Ort mit Geschichte. Früher stand hier der Yachtclub der Stadt, heute ist das Gelände in eine moderne Uferpromenade mit Restaurants und Aufenthaltsbereichen umgestaltet worden. Der Platz lädt dazu ein, das Meer aus nächster Nähe zu genießen und bietet schöne Blicke auf den Strand und den Leuchtturm.
Mein Spaziergang durch das Zentrum von Maceió offenbarte eine ganz andere Seite der Stadt. Wer hier ein malerisches koloniales Altstadtviertel erwartet, wird enttäuscht. Historische Gebäude gibt es nur wenige. Stattdessen prägen in die Jahre gekommene Bauten des 20. Jahrhunderts das Stadtbild.
Um dennoch einen Eindruck von der kolonialen Vergangenheit der Region zu erhalten, fahre ich in das nahegelegene Marechal Deodoro. Diese kleine Stadt, die einst die erste Hauptstadt Alagoas war, verfügt über ein mehr oder weniger gut erhaltenes historisches Zentrum. Beim Bummeln durch die gepflasterten Straßen entdecke ich einige kleine, farbenfrohe Häuser und mehrere barocke Kirchen. Ihren Namen verdankt sie Marechal Deodoro, dem ersten brasilianischen Präsidenten.Baca lagi