• Lago de Atitlán

    17.–26. apr. 2025, Guatemala ⋅ ☀️ 25 °C

    Auch wenn der Lago de Atitlán nur etwa 80 Kilometer von Antigua entfernt liegt, gestaltet sich die Anreise unerwartet kompliziert. Wir müssen 4 Busse und schkieslich ein Boot nehmen, um in unserer Unterkunft in Paxanax anzukommen.
    Unser deutscher Gastgeber Mathias empfängt uns freundlich und das Haus, das wir für die nächsten Tage beziehen, ist eine Oase: komfortabel, großzügig, mit Blick auf das Wasser und einem Garten voller Blumen und Vögel. Vom kleinen Anleger aus können wir jederzeit ins angenehm kühle Seewasser springen und schwimmen.

    Der Lago de Atitlán gilt als einer der schönsten Seen der Welt, umrahmt von den drei majestätischen Vulkanen San Pedro, Atitlán und Tolimán, liegt er auf rund 1.500 Metern Höhe im guatemaltekischen Hochland. Der See füllt die Caldera eines vor Jahrtausenden kollabierten Supervulkans und ist von 1w Dörfern umgeben. Zwischen denen verkehren in hoher Frequenz kleine Boote, die als Hauptverkehrsmittel dienen. Jedes Dorf hat seinen eigenen Charakter, seine Sprache, seine Farben und Traditionen.

    Die Semana Santa ist noch in vollem Gange und so besuchen wir San Juan La Laguna, wo wir diekunstvollen Alfombras (Prozessionsteppiche) bewundern können. Aus Sägemehl, Blüten, Piniennadeln und anderen Naturmaterialien entstehen detailreiche Bilder, religiöse Symbole, florale Ornamente. Stundenlang gearbeitet und dann binnen Minuten zertreten. Eine feierliche Prozession zieht darüber hinweg: Männer in lila Gewändern tragen Heiligenfiguren, Frauen folgen betend, eine Kapelle spielt schwermütige Musik. Gleich danach wird der gesamte Teppich mit Besen zusammengekehrt, als wäre nichts gewesen. Es ist eine flüchtige Kunstform, ein Bild für die Vergänglichkeit und zugleich ein fester Bestandteil der Ostertradition.

    Außerdem unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Nordufers von Paxanax bis nach San Marcos La Laguna. Dabei lernen wir die kleinen, weniger bekannten Dörfer kennen und können malerische Ausblicke auf den See und die Vulkane genießen.
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