• Santa Ana

    11–20 Mei 2025, El salvador ⋅ ⛅ 31 °C

    Unsere Reise nach Santa Ana in El Salvador beginnt mit einem weiteren Bus-Marathon: Fünf verschiedene Fahrzeuge und zwei Grenzübertritte bringen uns vom honduranischen Copán Ruinas zurück nach Guatemala und schließlich über die südliche Grenze nach El Salvador. Nach einem langen Tag voller Umstiege und Wartezeiten erreichen wir am Abend schließlich Santa Ana.

    Die zweitgrößte Stadt des Landes liegt im Westen El Salvadors und auch wenn sie kein touristisches Highlight ist, hat sie einen gewissen Charme. Vor allem der zentrale Platz, der Parque Libertad, ist belebt und von einigen eindrucksvollen Bauwerken umgeben, etwa der Kathedrale, dem Theater und dem Rathaus. Straßenverkäufer bieten Früchte an, Kinder spielen und auf den Bänken genießen die Einheimischen den Schatten der Bäume.

    Ein echtes Abenteuer ist unser Ausflug auf den Vulkan Santa Ana, auch Ilamatepec genannt. Mit 2.381 Metern ist er der höchste Vulkan des Landes und gehört zum Naturpark Los Volcanes. Der Aufstieg beginnt auf rund 1.800 Metern und führt über einen schmalen, teils steilen Pfad durch Nebelwald und später über Lavafelder zum Kraterrand. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden und ist anstrengend, aber gut machbar. Oben angekommen, erwartet uns zwar keine Aussicht, denn dichte Wolken hüllen die Landschaft in Weiß, doch allein der Blick in den Krater entschädigt. Am Grund liegt ein intensiv grün schimmernder Kratersee, fast unwirklich in Farbe und Form. Der Kontrast zur dunklen Kraterwand ist eindrucksvoll und die dampfenden Felsspalten zeugen davon, dass der Vulkan noch immer aktiv ist.
    Auf dem Rückweg gibt es noch eine kleine Überraschung: Der Bus fährt nicht wie geplant, also halten wir per Anhalter einen Pick-up an und dürfen auf der Ladefläche mitfahren. Der Fahrtwind ist kühl und die Aussicht auf die umliegenden Berge grandios, ein Erlebnis, das den Tag perfekt abrundet.

    Ein paar Tage später machen wir einen Ausflug entlang der Ruta de las Flores, einer landschaftlich reizvollen Strecke, die mehrere kleine Dörfer im Hochland miteinander verbindet. Die Region ist bekannt für ihre Kaffeeproduktion, koloniale Dörfer und ein angenehmes Klima. Besonders Juayúa und Ataco gefallen uns gut. Jedes Dorf hat seinen eigenen Charakter, farbenfrohe Wandmalereien und gemütliche Plätze. Am Wochenende findet in einigen Orten ein kleines Straßenfest statt, auf dem regionale Spezialitäten angeboten werden, die wir probieren können.
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