León
May 24–31, 2025 in Nicaragua ⋅ ⛅ 35 °C
Nach unserer Zeit in El Salvador führt uns unsere Reise weiter nach Süden. Da uns gleich zwei Grenzüberquerungen bevorstehen, erst von El Salvador nach Honduras und dann weiter nach Nicaragua, entscheiden wir uns erneut für ein Shuttle. Die Strecke ist lang, die Formalitäten sind mitunter umständlich und so sind wir froh, uns um nicht all zu viel kümmern zu müssen. Nach über zwölf Stunden Fahrt erreichen wir schließlich León im Nordwesten Nicaraguas.
Die Stadt liegt eingebettet zwischen Vulkanen und gilt neben Granada als kulturelles Zentrum des Landes. León war viele Jahre lang die Hauptstadt Nicaraguas und spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte des Landes, insbesondere während der sandinistischen Revolution. Noch heute zeugen zahlreiche Wandgemälde und Denkmäler vom politischen Erbe der Stadt. Die Atmosphäre ist jung und lebendig, geprägt von vielen Studierenden und einem kreativen Geist.
Architektonisch fällt León durch seine niedrigen Häuser mit massiven Holztüren auf, die oft direkt an der Gebäudeecke liegen, eine Besonderheit, die dem Stadtbild einen eigenen Rhythmus verleiht. Der zentrale Platz ist weniger grün, aber belebt mit kleinen Ständen und Musikern. Dort findet sich auch die mächtige, reinweiße Kathedrale, die als das größte Kirchengebäude Mittelamerikas gilt.
Abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten entdecken wir zufällig das Restaurant Coco Calala eine kleine Oase mitten in der Stadt. In einem üppig begrünten Innenhof mit alten Bäumen, hängenden Pflanzen und bunten Blüten gibt es nicht nur leckeres Essen, sondern auch einen kleinen Pool. Die perfekte Abkühlung an den heißen Nachmittagen, wenn die Temperaturen in León regelmäßig über 35 Grad steigen.
An zwei Tagen fahren wir mit dem Linienbus zum etwa 20 Kilometer entfernten Playa Poneloya. Der Strand ist lang, fast menschenleer, mit feinem Sand und einer Reihe von Kokospalmen, die Schatten spenden. Das Wasser des Pazifik ist angenehm warm, die Wellen sind stark und genau deshalb macht das Baden hier so viel Spaß. Wir lassen uns von der Brandung durchwirbeln, lachen viel und genießen das Gefühl, in diesem wilden Stück Paradies ganz im Moment zu sein. Da wir den Bus zurück in die Stadt verpassen, fahren wir wieder per Anhalter auf der Ladefläche eines Pickups mit und können dabei den Sonnenuntergang beobachten, während uns der warme Fahrtwind ins Gesicht weht. Bei unserem nächsten Besuch am Strand können wir dann einen traumhaften Sonnenuntergang über dem Meer genießen.Read more

















