Unsere nächste Station ist Granada, eine der ältesten und bekanntesten Kolonialstädte Mittelamerikas. Die Anreise führt uns zunächst per Bus in die nicaraguanische Hauptstadt Managua, wo wir umsteigen. Insgesamt dauert die Fahrt etwa vier Stunden und verläuft reibungslos.
In Granada angekommen, beziehen wir ein wunderschönes kleines Haus mit üppigem Garten und einem großen Pool. Die tropischen Pflanzen und das ruhige Ambiente sorgen sofort für ein Gefühl von Erholung und wir fühlen uns auf Anhieb wohl.
Granada liegt am Ufer des riesigen Lago Cocibolca, auch Nicaraguasee genannt, und wurde bereits 1524 von den Spaniern gegründet. Ihre koloniale Geschichte ist überall sichtbar. Pastellfarbene Fassaden, Kopfsteinpflaster, reich verzierte Kirchen und weite Plätze prägen das Stadtbild. Die Kathedrale mit ihrer leuchtend gelben Fassade überragt das Zentrum und ist eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt.
Ein besonderes Highlight ist unser Ausflug zu den Isletas de Granada, einer Gruppe von 365 kleinen Inseln, die beim Ausbruch des nahegelegenen Vulkans Mombacho vor Jahrtausenden entstanden sind. Wir mieten ein Kanu und paddeln auf eigene Faust durch die Inselwelt. Um uns herum spiegeln sich Palmen im ruhigen Wasser, Reiher und andere Wasservögel fliegen zwischen den Uferbüschen, und immer wieder entdecken wir kleine Häuser auf den teils winzigen Inseln. Manche sind einfache Holzhütten, andere luxuriöse Anwesen mit gepflegten Gärten und Bootsstegen. Fast alle Isletas sind heute in Privatbesitz.
Ein kurzer Stopp führt uns zur Isla de los Monos, wo wir vom Wasser aus zwei Spinnenaffen beobachten können, die auf den Bäumen herumturnen. Schließlich gleiten wir am alten Fuerte San Pablo vorbei, einer kleinen Festung aus der Kolonialzeit, die einst zum Schutz der Stadt diente.Baca lagi