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Nordinsel Neuseeland

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  • Tag 150 - Grünkiwisaison Ende

    11 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 15 °C

    Natürlich dürfen wir auch am letzten Tag der Grünkiwisaison nochmal mithelfen - viele Hände, schnelles Ende - um 13.15 Uhr waren die letzten zwei Orchards fertiggestellt 🎉 Der Muskelkater hält sich in Grenzen, aber trotzdem gut, dass es geschafft ist.

    Donnerstag = Tanken, einkaufen und was hilft noch bei Halsweh - Eis.

    Danach duschen und fertigmachen für's Abschluss BBQ (same procedure as last time) - Burger und Kuchen mit verschiedenen Freigetränken. Gegen 23 Uhr ins Bett, da es für uns ja morgen wieder an die Arbeit geht... Der Rest hat teils noch bis 4 Uhr morgens gefeiert 😅
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  • Tag 152

    13 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach Ausschlafen und langsamen in den Tag starten zum Wäsche waschen nach Papamoa und bei der Gelegenheit natürlich auch wieder ein Zwischenstopp am Strand. Ganz komisch - kaum Wasserbewegung, nur ganz sanfte Wellen (kann man fast nicht als Wellen bezeichnen) und dafür Massen an Muscheln (ganze Streifen).

    Am Abend hat dann Tammy aus Singapur für uns gekocht (daraus wurde ein gemeinsames Kochen). Es gab selbstgemachte chinesische Nudeln mit Erdnussoße, Dumplings mit Soja-Ingwer-Soße und verschiedenen Toppings (Lauchzwiebeln, Koriander, Gojibeeren, Pak Choi, Röstzwiebeln). Ich mag keine Erdnussoße, aber war trotzdem interessant und gut 😅
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  • Tag 153

    14 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 11 °C

    Die Anderen haben mir von einem kleinen lokalen Bauernmarkt erzählt , der immer sonntags in Papamoa stattfindet. Also heute losgezogen und wer hätte es geglaubt, richtiges Brot und sogar Brezen gefunden 😍 An der Knusprigkeit können sie noch arbeiten, aber geschmacklich sind das Vollkorn-Kastenbrot und auch die Breze echt nicht schlecht. Da werde ich wohl noch öfter vorbei schauen.

    Zum Frühstück dann an den Strand und wieder die nicht vorhandenen Wellen beobachtet. 100 Hundebesitzer, Familien zum Brunchen und angeln hatten die gleiche Idee - ein wunderschöner Sonntag zum Genießen. Als dann die Taschen des Fleecepullis mit Muscheln gefüllt waren zurück zum Auto.

    Der Campingplatz ist wieder ziemlich leer - nur noch, inklusive mir, vier Personen bleiben zum Prunen (insgesamt sind wir jetzt dann 30 in zwei Teams aufgeteilt). Beste Zeit um die Küche wieder auf Vordermann zu bringen. Ich weiß ja nicht, wie man so viel Dreck hinterlassen kann ohne sich vor sich selbst zu ekeln oder einfach selbstverständlich davon ausgeht, dass jemand anderes hinterherputzt... Aber gut, so ist's überall und immer schon 🤷‍♀️

    Für die nächsten Tage wieder vorgekocht. Die Erkältung hält sich hartnäckig, aber nach sechs Monaten komplett fit, darf man auch mal kränkeln.
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  • Tag 154

    15 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 16 °C

    Kaum Stimme und das was da ist, könnte auch die eines langjährigen Rauchers sein, aber die Auswahl an Medikamenten im normalen Supermarkt in Neuseeland ist super - Lutschpastillen mit Lidocain (betäubend) und Amylmetacresol (antientzündlich) haben mich gut durch den Tag gebracht.

    7 Bays, aber auch nur, weil ich am Freitag eine halbe schon geschafft hatte.

    Die erste neue Gruppe ist heute dazugestoßen - Leute, die wie ich prunen, dann aber auch Leute, die die Knospen in unseren fertigen Bays zählen und Leute, die für verschiedene Arbeiten drumrum eingestellt wurden (Netze kontrollieren, Mulchen, Rasen mähen, etc.). Ganz komisch jetzt in den Pausen wieder auf einem vollen Parkplatz in kleinen Grüppchen und nicht mehr mit allen gemeinsam zu sitzen.
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  • Tag 155

    16 de junho, Nova Zelândia ⋅ 🌧 9 °C

    Der schöne Sonnenaufgang hat leider getäuscht - kaum war ich abfahrbereit kam die Info, dass es am Orchard regnet und wenig später dann auch am Campground. Nach langem Hin und Her und warten auf die Info zum Arbeitsbeginn mittags dann die endgültige Absage für heute.

    Gut für meine Erkältung - ein Ruhetag mehr mit Tee und Entspannung.
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  • Tag 156

    17 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 14 °C

    Ein frecher Fantail hat uns heute bei der Arbeit unterstützt. Trotzdem sind's wieder, wie inzwischen üblich, 6 Bays geworden. Außerdem hatten Daniela und Griffin alle Bays der letzten Tage kontrolliert und noch ein paar Nachbesserungen bei allen markiert, die auch nochmal Zeit gekostet haben.Leia mais

  • Tag 157

    18 de junho, Nova Zelândia ⋅ ⛅ 14 °C

    Uiuiui - schon kurz nach dem Campingplatz hat's zu regnen begonnen und sich bis zum Orchard noch intensiviert. Also gemeinsames Ausharren am Orchard in den Autos und unter Dach - 20 min später konnte es dann schon losgehen. Natürlich alles ziemlich nass und wir damit auch recht schnell. Überraschenderweise trotzdem 7 Bays geschafft.

    Danach Donnerstagsritual - fast alle zu Pak'n'save (riesiger, günstigster Laden in Neuseeland mit Tankrabatt von 8ct/l nach einem Einkauf) tanken und einkaufen.
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  • Tag 158

    19 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Tag hat früh begonnen - es gab wieder einen Online-Vortrag aus dem Rettungsdienst zum Thema "Medikamente auf dem RTW und NEF". 69 Medikamente wurden im Schnelldurchlauf besprochen: Wirkung, Verwendung, Pro/Contra, ... Sehr interessant als Basishintergrundwissen schonmal gehört zu haben für mich als Anfänger auf dem Gebiet.

    Dann hatte ich einen Werkstatttermin für die Reparatur von diversen Steinschlägen in meiner Frontscheibe. Angesagt waren 30-40 min; neuseeländische Zeitmessung ist leider anders - war dann 1,5 Std. später in der Arbeit 🙄

    Trotzdem meine Standard 6 Bays geschafft.
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  • Tag 159

    20 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☁️ 14 °C

    Hoch die Hände, Wochenende 🎉

    Ein durch und durch fauler Tag.

    Nach langem hin und her Überlegen in den letzten Wochen zu einer Entscheidung durchgerungen: Gegen jede Vernunft (Winter) mache ich mich Anfang Juli wieder auf den Weg - ab in den Süden.Leia mais

  • Tag 160

    21 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☁️ 15 °C

    Zum Frühstück gibt's frisches Brot, ein richtig gutes Croissant und eine Pilz-Pizza (?) vom Papamoa Bauernmarkt. Gegessen wurde dieses Mal im Auto - wollte auf den Sand zwischen den Zähnen verzichten - war wieder bisserl windig 😅

    Danach bei Nieselregen für die nächsten Tage gekocht - "Marry-Me-Kichererbsen" (sooo gut ist's nicht geworden, musste aber auch das Rezept abwandeln, weil ich manches vergessen hatte einzukaufen).

    Nachdem sich das Wetter dann stabilisiert hatte zum Abschluss vom Kapitel Te Puke nochmal zum Whataroa Wasserfall (war ich an Tag 1 nach der Picking Einführung).

    Und spontan kurz vor Ladenschluss noch zum Shopping nach Tauranga um eine Stirnlampe mit Rotlicht (werde nochmal auf Kiwijagd gehen) und zwei neue Handtücher (meine müffeln und werden nicht mehr besser) zu kaufen. Dank Mid-Season-Sale für alles nur 30€ bezahlt (perfektes Timing).
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  • Tag 161

    22 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 15 °C

    So, jetzt ist's offiziell - ich habe Emma (Personalabteilung) geschrieben und zum 01.07. "gekündigt". Das wird dann mein letzter Arbeitstag und letzter auf dem Campingplatz sein.

    Auf dem Orchard bin ich wieder in eine neue Reihe umgezogen mit älteren Pflanzen. Bedeutet: Mehr dürre Äste, schwieriger genügend Knospen zusammenzubringen und die gesamte Fläche abzudecken. 5 3/4 Bays am Ende des Tages 🙄

    Hab schon richtige Arbeiterhände mit Schrunden an den Daumen, ein zwei Mal nei zwickt, richtig kurze Fingernägel (alle abgebrochen) und seit ein paar Tagen wieder allergischer Reaktion auf'm Handrücken (ich vermute die Feuchtigkeit in Kombination mit den angerauten Blättern der Kiwipflanzen).

    Die Mittagspause hat uns Griffin heute mit seiner Gitarre und Gesang versüßt. Fast wie am Lagerfeuer - hat was!
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  • Tag 162

    23 de junho, Nova Zelândia ⋅ 🌧 13 °C

    Die Anfahrt und vorallem das Rausfahren vom Orchard (zwar noch der Gleiche, aber inzwischen am anderen Ende) war spannend. Alle 2WD Camper, groß und schwer auf nasser, unebener, hügeliger Wiese - schlechte Kombination. Myriam hatte richtige Schwierigkeiten und brauchte bisserl Unterstützung um rauszukommen, beim Rest ging's relativ gut. Ca. 30min nach der Mittagspause im Nieselregen gearbeitet bis dann das "Stop" kam und wir uns auf den Heimweg machen durften.

    Zum Abendessen hat Myriam kleine Apfelpfannkuchen gemacht. Dazu gab's Vanilleeis, diverse Joghurts, Marmeladen und Sirup.

    Und nachdem das Gespräch irgendwie auf Kontakthalten nach der gemeinsamen Arbeit gekommen ist (neben mir gehen auch Tammy und Ákosh nächste Woche) bin ich nun auch noch auf Snapchat. Bin aber eindeutig zu alt dafür (hab mir erstmal ein YouTube Tutorial angeschaut und mir alles von den anderen erklären lassen). 😅
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  • Tag 163 - 😶‍🌫️

    24 de junho, Nova Zelândia ⋅ 🌧 15 °C

    Es regnet in Strömen die ganze Nacht durch und bisher kein Ende in Sicht.

    Was macht man also: Frühstücken in einem kleinen Café mit Myriam, Tammy, Laura und Ákosh.

    Danach zum ersten neuseeländischen Pie Testessen nach Tauranga (auf Empfehlung der Anderen). Pies gibt es in Neuseeland mit diversen Füllungen, hauptsächlich deftig, überall - jede Tankstelle, Laden, Bäckerei hat sie und laut Tammy, kann man alle super essen und sind qualitativ immer gut 🤷‍♀️ Die zwei von Patrick's Pies waren auf alle Fälle richtig gut - Meeresfrüchte und Scampi-Knoblauch.Leia mais

  • Tag 164

    25 de junho, Nova Zelândia ⋅ 🌧 15 °C

    Es ist immer noch greislig, aber mit einzelnen Lichtblicken.

    Also klassisch zum Tanken und Einkaufen, danach Bummeln in zwei riesigen Einkaufszentren (ohne etwas zu kaufen, obwohl die Zimmerpflanze schon sehr verlockend war).

    Die vermeintliche Limette (waren im März grün und wir hatten schon einzelne geerntet) am Campground hat sich inzwischen als Zitrone herausgestellt und jetzt sind sie auch reif.

    Wieder bisserl die Wellen und die Wolken am Strand von Papamoa beobachtet.

    Abends hat dann Laura zu einem klassischen estländischen Dessert eingeladen - Mannavaht - auf Grießbasis.
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  • Tag 165

    26 de junho, Nova Zelândia ⋅ 🌬 15 °C

    Der Regen hat in den frühen Morgenstunden aufgehört und es stürmt nur noch (wie an einem klassischen Herbsttag daheim).

    Hendrik (Seniorchef) hat uns einen Vortrag zum Kiwianbau, der Geschichte, dem System dahinter, der Wirtschaftlichkeit, aktuellen Entwicklungen, Krisen der letzten Jahre, uvm. gehalten. Als Tammy ihn vor ein paar Wochen danach gefragt hatte, an einem Regentag mehr zum Pieters Horticulture zu erfahren, war er noch nicht wirklich begeistert. Die angesetzte halbe Stunde war aber schnell vorbei, er in einem massiven Redefluss und durch die regen Nachfragen nach 2,5 Std. am Ende, weil er einen anderen Termin wahrnehmen musste 😅 Es war super spannend und interessant und man könnte damit wahrscheinlich mehrere Tage füllen.

    Danach, wie sollt's auch anders sein, an den Strand - der Himmel war heute ganz besonders und ausnahmsweise habe ich mal Flut, statt Ebbe erwischt.

    Zum Abendessen dann wieder ins Crackhouse - gemeinsames Kochen mit Tammy - Chinesischer Hotpot (bisserl wie Fondue oder Raclette, ein sehr aktives und langsames Essen in Gemeinschaft) und tausendjährige Eier (fermentierte Enteneier). Normalerweise steht die kochende Suppe in der Mitte des Tisches und alle sitzen außenrum um dann gemeinsam den Topf zu nutzen. Wegen zu kurzem Verlängerungskabel mussten wir etwas umdisponieren, hat aber trotzdem gut funktioniert 😅 Die individuellen Zutaten werden dann in der Suppe gegart, herausgefischt und mit verschiedenen Soßen gewürzt gegessen. Es war richtig richtig gut, aber wie immer bei solchen Essen natürlich viel zu viel obwohl wir 13 Personen waren. Also haben wir uns dazu entschieden morgen Abend einfach nochmal Hotpot zu machen. Die tausendjährigen Eier schauen echt eklig aus, schmecken aber nach überraschend wenig. Der Ingwer der dazugegessen wird übertönt beinahe jeden vorhandenen Geschmack. Lediglich die Konsistenz ist gewöhnungsbedürftig - so stell ich mir a Sulz vor. Zum Trinken gab's noch einen Chrysanthemen Knospen Tee - schmeckt leicht bitter und sehr gesund - muss ich jetzt nicht unbedingt haben. Danach ein Bild für Götter - drei Männer haben von sich aus entschieden den Abwasch zu machen 😍 ein wirklich seltener Anblick - musste gleich ein paar Mal noch Sachen nachbringen zum Spülen 😉
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  • Tag 166

    27 de junho, Nova Zelândia ⋅ 🌙 13 °C

    Da wir aufgrund des schlechten Wetters die letzten Tage frei hatten, arbeiten wir dafür Samstag und Sonntag. Das Wetter ist Bombe, wieder viel zu warm für Winter und ich hab heute tatsächlich die Sonnencreme rausgeholt und sogar benutzt (auf der Südinsel konnten dank des Regens in Form von Schnee endlich verspätet die Skigebiete eröffnen).

    Ich bin erst mittags in die Arbeit gestartet. In der Früh erstmal zum Asia-Shop nach Tauranga gefahren um noch ein paar grundlegende Zutaten für das Reste Hot Pot Essen heute Abend zu holen - Gott sei Dank mit Fotos der Verpackungen zum Abgleichen - alles auf chinesisch 🙈

    Um 9.30 Uhr hatte ich dann in der AA Werkstatt in Mount Maunganui einen Termin zum Service - Ölwechsel und durchchecken. Meine zwei Vorderreifen hatten kaum mehr Profil und wurden ausgetauscht, ein Gelenk hat Spiel (hab ich mir schon gedacht, ist aber wohl noch nicht brisant), zwei Lamperl (die ich eh nicht benutze) sind ausgebrannt und sonst alles in Ordnung.

    Die Arbeit ging, dank des kurzen Tages, richtig schnell vorbei und nach einer Dusche ging's auch schon wieder zum Campground zurück in den Ort zum Abendessen.

    Die Franzosen sind gerade in Dessert Laune und haben gleich zwei verschiedene zum Probieren für alle vorbereitet:
    1. "Iles flottantes" (Schneenockerl oder floating islands) von Marc. Kurz gegarte Eischneenocken (gerade so, dass es souffliert und leicht angart) auf einer Vanillesauce - mmmmh. Ein super einfaches, aber gutes Dessert!
    2. "Tarte au chocolat" von Quentin (hat als Konditor gearbeitet). Ein klassischer Mürbteigboden mit einer Zartbitterganache. Der Boden für meinen Geschmack mit zu geringem Butteranteil und dadurch recht fest und nicht mürbe, die Ganache sehr gut, paar Beeren als Säure-/Frischekomponente hätten gut getan.

    Nachdem Ákosh sich jetzt endlich entschieden hat, wann er ein Dessert zubereiten möchte, bleibt für mich spontan nur noch morgen. Also nach meiner Rückkehr noch schnell angefangen - ca. 1350g Apfelmus vorgekocht - sollte reichen 😅 Dazu gibt's Kaiserschmarrn - bin gespannt wie's ankommt.

    So langsam mischen sich die Gefühle - san jetzt wieder ein richtig guter Haufen geworden, aber auf's Reisen freu ich mich auch so richtig...
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  • Tag 167

    28 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 17 °C

    Die Erkältung meldet sich wieder zurück, passend zum nahenden Arbeitsende.

    Zum Abschluss des ersten Orchards nochmal 6 Bays = 150 qm geschafft.

    Im wöchentlichen Ranking in drei Kategorien hab ich für mein ordentliches und penibles Arbeiten einen Cookie gewonnen 🎉 Ehemals Team Charlie hat damit schon in allen Kategorien abgeräumt ☺️

    Abends meinen bisher besten Kaiserschmarrn mit Beerenkompott und Apfelmus abgeliefert. Alle waren ganz begeistert.
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  • Tag 168

    29 de junho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 13 °C

    Haben gestern den ersten Orchard soweit möglich fertig gestellt (an ein paar Stellen muss noch der Draht nachgespannt werden und kann daher dann erst in ein paar Wochen geprunt). Der neue Orchard ist etwas anders aufgebaut - anstatt männliche und weibliche Pflanzen direkt nebeneinander im Wechsel, gibt es hier immer eine komplette Reihe männliche und danach eine Reihe weibliche. Ändert grundsätzlich nichts am Wachstum oder Bestäubung, aber für den Rückschnitt bedeutets eine größere Fläche zum Bestücken.

    Tammy und Ákosh hatten ihren letzten Arbeitstag und als Dessert gab's das erste selbstgemachte Tiramisu in Ákosh Leben. Er hat's mit'm Rum ziemlich übertrieben und Tammy, die keinen Alkohol verträgt, war danach knalle rot 😅

    Felix und Josh (ehemalige Pickerl) kamen zu Besuch und über Videochat haben wir mit Louison telefoniert (Team Charlie), der aktuell in Queenstown auf der Südinsel nach Arbeit sucht.
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  • Tag 169

    30 de junho, Nova Zelândia ⋅ 🌙 9 °C

    Abschiedsstimmung liegt in der Luft - der letzte Abend mit Tammy und Ákosh steht an. Die beiden haben sich heute frei genommen um alles für die bevorstehende Reisezeit zu erledigen.

    Ich habe sieben Bays geschafft, trotz nassen, eiskalten Fingern am Morgen. Der ganze Tag hat sich irgendwie gezogen wie Kaugummi...

    Tammy hat als Dessert "Pulut Hitam" aus Singapur zubereitet. Entspricht im Prinzip unserem Milchreis, nur wird er mit schwarzem Reis in Kokosmilch gekocht und mit Kokosblütenzucker gesüßt.
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  • Tag 170 - letzter Arbeitstag

    1 de julho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 10 °C

    Mein vorerst letzter Arbeitstag steht an. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, immerhin bestand mein Leben jetzt vier Monate aus Kiwis... Wieder raus aus den geschaffenen Routinen und dem eingeschlichenen Alltag, rein ins Abenteuer und komplette Spontanität.

    Nochmal sieben Bays fertiggestellt und eine achte für meinen Nachfolger begonnen, dann alle Utensilien zurück an Daniela und ein letztes Mal den Orchard verlassen.

    Zum Abschied nehmen ohne Dessertabend trotzdem ins Crackhouse und lange mit den Franzosen, Ash, Myriam und Laura geratscht. Dann eine letzte Umarmung und das Versprechen sich auf der Südinsel wieder zu treffen und bis dahin über Snapchat in Kontakt zu bleiben... Bisserl traurig bin ich ja schon 😕
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  • Tag 171 - Abreise

    2 de julho, Nova Zelândia ⋅ 🌙 4 °C

    Ein vollgepackter Tag steht an.

    Zuallererst zum Abschluss des Kapitels Te Puke zum Sonnenaufgang auf die Papamoa Hills und den Blick auf den Ort, das Meer und alle Kiwiorchards genießen. Die Zeit in Gedanken nochmal Revue passieren lassen, alle Highlights, die Begegnungen und gemeinsamen Erlebnisse...

    Dann voll im Wurschtl-Modus: Wäsche waschen, einkaufen und tanken, Auto raussaugen und außen grob waschen, von innen putzen, alle Ladestationen vollladen, Kühlschrank bestücken, Wassertank auffüllen, vorkochen und duschen. Wie ein aufgscheuchtes Huhn, immer wieder über mich selbst grinsend und kopfschüttelnd über den Campingplatz ghupft. (Wie schüttelt man bitte als kleiner Mensch ein 2x2m Bettzeug auf? Man stellt sich mittig auf den Holztisch und muss immernoch die Arme übern Kopf nehmen, damit's nicht am Boden streift.)

    Dann gegen 14.15 Uhr endlich alle Wanna-Do's erledigt und Abfahrt 😎

    Übernachtung:
    Mid Okahu Road Campsite
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  • Tag 172 - zurück im Abenteuer

    3 de julho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 4 °C

    Eine kalte Nacht, abgelegen, ohne Handynetz und Internet mitten im Urwald Neuseelands, liegt hinter mir. Willkommen zurück im Abenteuer 😉 Den Weg zurück durch den von Palmen und Farn gesäumten Feldweg in die Zivilisation hab ich Gott sei Dank wieder gefunden und auch den Whirinaki Canyon im Te-Pua-a-Tāne Conservation Park. Meterhohe Basaltsäulen säumen den Bachlauf und der Wald selbst war einfach traumhaft schön.

    Nach einem ausgiebigen Spaziergang und Frühstück dann zur Eröffnung des Winterfestivals nach Taupō aufgebrochen. Eine Brass-Big-Band hat gespielt, es gab romantische und verrückte Lichtinstallationen, eine Eisfläche zum Schlittschuhfahren, eine Feuershow, ein paar wenige Essensbuden und mein persönliches Highlight - Zuckerwatte auf einem Leuchtstab - wie eine leuchtende Gewitterwolke 😍 (wieder bisserl Kind sein und für die nächsten 10 Jahre geheilt, sowas von bappig und den Zucker danach echt überall). Ich habe ganz klar den Glühwein zum Warmhalten vermisst - es war nämlich, ums nett auszudrücken, sau kalt - hat auf alle Fälle noch Ausbaupotential, aber an sich nett aufgezogen!

    Im tiefsten Nebel (Prämiere für mich in Neuseeland) dann noch ein Stück weiter in den Norden aufgebrochen, in hoffentlich wieder etwas wärmere Gefilde.

    Übernachtung:
    Lake Ngaroto
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  • Tag 173

    4 de julho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 13 °C

    Erstmal den Eiskratzer rausgeholt - der Nebel ist über Nacht gefroren und hat sich als dünne Eisschicht über alles gelegt. Das Internet am See ist zu schlecht zum Telefonieren und ein Mädelstreffen steht an. Also um 5 Uhr bei Frost und Nebel nach Hamilton aufgebrochen für eine stabile Internetverbindung. Hat sich auf alle Fälle gelohnt - 2,5 Std. ratschen zu Gott und der Welt und gegenseitig auf den jeweiligen aktuellen Stand bringen. Beim McDonald's gegenüber dann noch ein Heißgetränk zum Aufwärmen geholt und weiter ging's.

    Da Wochenende und Ferienbeginn ist leider überall schon ganz schön was los, aber trotzdem traumhaft schön. Am Hunua Fall die aus der spritzenden Gischt und der Sonne entstehenden Regenbögen aus allen Perspektiven beobachtet, mit der Sonne im Rücken gefrühstückt und nach ca. 2 Std. die Weiterreise angetreten.

    Der Verkehr rund um und an Auckland vorbei war der Horror - 30 min im Stau trotz vierspuriger Autobahn.

    Danach an der Stanmore Bay angehalten und die Massen an Kitern und Windsurfern beobachtet, Muscheln gesammelt und bisserl spazieren gegangen. Das Wetter zeigt heute wirklich alles, was geht - leichter Nieselregen, Sturm und blendende Sonne, alles dabei.

    Nach einem Mittagessen dann wieder ein Stückchen dem Ziel für morgen entgegen gefahren und im strömenden Regen, aber bei angenehmenen Temperaturen um die 10° am Standort für heute Nacht angekommen.

    Übernachtung:
    Port Albert
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  • Tag 174

    5 de julho, Nova Zelândia ⋅ ☀️ 15 °C

    Gleich in der Früh zu den Waipu Caves aufgebrochen. Mit Stirnlampe, mehreren Lagen Pullover und Jacken, Bergschuhen und Regenhose dachte ich, ich wäre richtig angezogen - falsch gedacht - Gummistiefel und kurze Hose wären gscheider gewesen 😅 Das am Anfang knöcheltiefe Wasser wurde schnell knietief und alles hat sich schön vollgesogen. Die dünne Lehm-/Sedimentschicht auf den Steinen hat's ganz schön rutschig gemacht und die Feuchtigkeit vom gestrigen Regen mit der Feuchtigkeit die von Haus aus in Höhlen herrscht haben ihr Übriges dazu beigetragen. Die Höhle hatte tausende Glühwürmchen, Stalagmiten und Stalaktiten, einen etwa hüfthohen Zugang zu einer zweiten Höhle und ich war zeitweise ganz alleine. Draußen am Parkplatz dann die Überraschung - Marie, mit der ich Kiwis gepflückt habe, wiedergetroffen. Nach einem kurzen Ratsch zu ihren letzten Reisewochen und Plänen für die nächsten Tage ist sie weitergezogen und ich habe mich erstmal trocken gelegt. Man merkt, dass es Richtung Norden wärmer wird - war sogar im Top und barfuß angenehm.

    Im Anschluss zum Mount Manaia. Der Track wäre eigentlich geschlossen gewesen (es gab einen kleinen Erdrutsch), aber davon lasse ich mich in Neuseeland nicht abhalten (sind oft übervorsichtig) und der kleine Matschstreifen ließ sich auch mühelos überwinden. Oben dann auch tatsächlich nicht alleine - ein Einheimischer ist ganz schön erschrocken, als ich kam - hatte wohl nicht damit gerechnet, dass auch andere das Schild ignorieren. Die Aussicht auf die Whangarei Heads und die umliegenden Buchten einfach traumhaft.

    Nachdems noch nicht so spät war noch eine kleine Wanderung angeschlossen - zum Tutukaka Lighthouse. Den Leuchtturm kann man nicht als solchen bezeichnen - optisch eher wie eine Wetter Messstation o.ä. aber die Aussicht und der Weg dahin haben sich mehr als gelohnt. Bis zum Sonnenuntergang dort gesessen, den Wellen gelauscht und das Meer beobachtet.

    Ein paar Kilometer weiter, direkt am Strand, dann den Campground für heute Nacht gefunden.

    Übernachtung:
    Sandy Bay Freedom Camping Area
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