• Refuge Tighiettu -Castel de Vergio

    Jul 10–11, 2024 in France ⋅ 🌙 20 °C

    Nachdem ich gestern so fertig war und im vier Füßler Gang in mein Zelt gekrochen bin, dachte ich heute. Ich gehe es etwas gemütlicher an. Also kein Wecker, der um 4:00 Uhr morgens schon klingelt. Das war eine äußerst unkluge Entscheidung, wie sie später herausstellen sollte. 5:30 Uhr weckte mich der zarte Klingelton meiner Uhr. Sachen zusammenpacken und ab zum Frühstück. Weiß ich auch nicht empfehlen kann ist, Dinge zu kaufen die einen tagsüber am Leben halten sollen und sie vorher nicht zu probieren. Glutenfreies Müsli in der Variante Hot Hafer. Das war so scheußlich und zog solche ekligen Fäden, dass ich mich wirklich fast übergeben hab. Und vom Geschmack möchte ich besser gar nicht reden. Also brach ich erst mal ohne Frühstück auf. Eine halbe Stunde später erreichte ich die erste Bergerie…. hatte ich schon erwähnt, dass die Sonne bereits heute Morgen schon ziemlich brannte? Hier bestellte ich noch mal einen Kaffee und ein kleines übersichtliches Omelette. Stopfte mich mit Schokolade voll, die ich im Rucksack fand und brach dann tatsächlich wirklich auf. Die Sonne war heute ein richtigesDesaster. Alle halbe Stunde musste ich anhalten und richtig schnaufen. Der Rucksack drückte, und ich dachte gefühlt, ich komme niemals heute an meinem Ziel an. Während ich mal wieder unter irgendeinem Baum im Schatten saß, gabelten mich Rudi und Noah aus Belgien auf. Ein Vater Sohn Gespann, welches in völliger Harmonie beieinander ist. wir sind uns bereits in anderen Übernachtung Locations über den Weg gelaufen. Ich hatte heute echt nah am Wasser gebaut aber ich glaub solche Tage hat man einfach. War es die Müdigkeit oder weil ich einfach körperlich total kaputt war ich weiß es nicht. Aber das hat mich richtig Gestärkt und wieder gut in die eigene Spur gebracht. Diverse äußerst aparte kletterpartien meistert man so einfach besser. Gemeinsam erreichten wir das erste Ziel des Tages. Ja zusammen ist man eben einfach stark. Ich war den beiden heute unglaublich dankbar. Am Refuge Mori pumpte ich zuerst eine Cola ab, stopfte mich mit einem Mars und einem Snickers voll und schüttelte noch eine Orangina hinterher. Frisch gestärkt brach ich zur zweiten Etappe auf.

    Steil bergab über weitere Geröllfelder. Aber der Fluss das war halt wirklich das richtige Highlight. Hier verweilte ich im frischen kühl Nass bis die Schwimmhäute wuchsen und nahm die letzten Kilometer in Angriff.

    Nach insgesamt 11 Stunden war ich dann am Ziel. Hier saß schon, Will im Schatten vom Castell Vergio. Ein Zimmer muss heute einfach sein. Schön mit einem richtig sauberen Bett, einer weichen Matratze , weißen, gut riechenden Handtüchern und einem Föhn im Bad. Herrlich. Ich stellte mich erst mal eine halbe Stunde unter das heiße Wasser.

    Zum Abendessen kriege ich heute einfach nichts mehr runter. Liege im weichen Bettchen, schreibe noch ein paar Zeilen und dann werden wir sicherlich gleich die Augen zu fallen. Morgen treffe ich All die anderen wieder beim Refuge Manganu. Ich freue mich der Wecker klingelt bereits um vier.😂
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