Castell Vergio- Lac de Nino- Manganu
Jul 11–12, 2024 in France ⋅ ☀️ 27 °C
Ich hab mich tatsächlich die halbe Nacht durch das weiche und kuschlige 🛌 gewälzt und so gut wie nicht geschlafen im verhältnismäßig sehr teurem Domizil.
Da ich ja heute früh los wollte, hab ich in meinem Zimmer erst mal den Kocher in Gang gesetzt und mir zum einen einen ordentlichen Kaffee ☕️ gemacht und zum anderen einen Kartoffelbrei gekocht. Aber was soll’s in der Not frisst der 👿 eben auch mal 🪰 oder Kartoffelbrei. Kurz nach fünf merkte ich dann, dass ich die Stöcke in der Bar vergessen hatte. Ohne Stöcke, keine weitere Wanderung…… also wieder ins 🛌 mit einem zweiten ☕️ ist irgendwie auch schön. Kurz nach sieben war ich dann unterwegs nicht ohne vorher noch in dem kleinen Laden 20 € für ein paar Nebensächlichkeiten auszugeben. Ich hatte die Idee mit getrockneten Aprikosen und der herrlichen, korsischen Wurst, den Kartoffelbrei etwas aufzupimpen beim Lunch…… Zwei kleine Apfelmus, aus der Tüte ein Snickers noch hinterher, und schon wieder war ich auf dem Weg.
Meine Füße setzten sich schon fast von alleine in Gang…. Ich glaub jetzt bin ich gut in Schwung.
Der Wanderführer verspricht heute eine leichte Bergtour. Hier findet man die berühmten vom windgeformten Bäume. 🌲 Es geht stetig bergauf durch die beeindruckende Bergwelt. Ganz hinten am Horizont sieht man den Monte Cinto. Erstaunlich, dass ich schon soweit gelaufen bin. Oben auf der Bocca San Pedru mit gleichnamiger kleiner süßer Kapelle mache ich die erste Rast. Beim rundum Blick könnte man schon wieder weinen. So schön ist das. Weiter geht es bergauf und laut Wanderführer sind wir nun mittendrin im Zentrum der korsischen Berge. Ein Teil der Truppe läuft einem auch heute Morgen wieder über den Weg. Auch mein Handy hatte ich unterwegs verloren und wohl niemals in meinem Leben wieder gefunden. Arno hieß der nette junge Mann, der es mir hinterher getragen hat. Den treffe ich sicherlich später in der Hütte und geb ihm erst mal ein Bier aus und seiner Freundin auch. Was das für Folgen hat, das Handy nicht mehr dabei zu haben daran wage ich gar nicht zu denken.💭
Dann geht es bergab. Und der wunderschöne Lac der Nino liegt wie gemalt unten eingebettet in die Berge. Wiesen, durchzogen von Kanälen, sieht etwas aus wie in Schottland.
Unten am See mache ich einen ausgiebigen Lunch. Und ich finde die Kombination mit dem Kartoffelbrei den Aprikosen und der herrlichen Wurst ist auf jedem Fall essbar. Dann kochte ich mir noch einen Kaffee ☕️ , einen türkischen Mokka, der tote aufleben lässt und sie wieder lebendig macht. Allerdings hatte ich vergessen, das Hotel Shampoo aus der Tasse vorher auszuwaschen……egal….schön ist es am See. Hier laufen wir uns alle wieder über den Weg, halten Schwätzlis, wandern ein Stückle des Weges….also jetzt bin ich im Move….
Diddi gabelt mich unterwegs auf. Er hatte schon überall nach mir gefragt und war froh mich wohlbehalten anzutreffen. Für soviel Fürsorge gab es einen weiteren Kaffe mit gespültem Wasser des Lac de Nino.
Irgendwer hatte einen Fressbeutel am See liegenlassen….und Badelatschen…. Deutscher Pfefferbeißer und Pumpernickel…da waren die leicht wiedergefundenen Besitzer aber happy…
Zusammen laufen wir die restlichen Kilometer, kehren ein in die nette Bergerie am Wegesrand und sind nach einem sehr entspannten Wandertag am Ziel.
Das schöne ist an den korsischen Bergen, dass sie den fast gänzlich verschlossen bleiben, die es mit eigener Kraft net daher schaffen. Da gibt es keine Gondel und keinen Lift, die Heerscharen von Touris ankarren im Gegensatz zu den Alpen. Wer hier was sehen möchte muss laufen, kämpfen und schwitzen. Die Refugiés sind ausschließlich zu Fuß 🦶 erreichbar oder für die Versorgung der Gäste mit dem Helikopter. Toll 😊! So mag ich das!
Schnell baue ich das Zelt noch auf, teste die Münze für die nun heiße Dusche.🚿, auch neue Scheißhäusle sind installiert. Hier hat sich mächtig was getan….denke ich während ich auf dem Pott sitze.
Morgen geht’s wieder zum Bergsteigen 🧗 eine wie der Reiseführer vorhersagt anstrengende alpine Bergwanderung. Gute Nacht um 4 Uhr klingelt der Wecker.
Der Abend klingt aus mit netten Gesprächen und einer wunderbaren Gemeinschaft. Schön, dass ich das erleben darf, denke ich und kuschel mich nun in den Schlafsack.Read more




















TravelerHallo Claudia - da hast Du aber heute mehrfach Glück gehabt. Da sieht man mal, was gute Kameradschaft so für Auswirkungen hat. Deine Anmerkungen zu den Touuuuris in den Alpen kommentiere ich mit einem Spruch, den ich aus der Hütte am Gipfel des berühmten Kickelhahns in Thüringen habe: "Gott hat die Berge so hoch geschaffen, damit nicht jeder Lumpenhund, wovon die Täler so reichlich gesegnet, dem fröhlichen Wanderer dort oben begegnet" -passt! Weiter guten Weg zusammen mit der ganzen Truppe, das wünscht Euch Vater Wölfchen.
TravelerHerrlich besser hätte man es gar nicht sagen können😂😂😂😂😂. Heute geht’s zum Refuge Petra Piana. Wieder mit Kletterei verbunden aber es ist einfach wunderwunderschön.
Traveler
Kacken können sie, die Franzosen... Aufkacken, meine ich....