• Im Dschungel

    Dec 15–16, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir haben alle geschlafen wie die Babys – in unseren Matratzen versunken, tief und selig 😴.

    Der Morgen begrüßte uns mit einem weiteren Traumtag. Der Nebel war wieder fleißig am Werk und tauchte die Berge in ein magisches Licht 💡. Schon beim Frühstück ahnten wir: Das wird ein Hammer-Tag.

    Nach einem göttlichen Mahl machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Doch vorher führte uns unser Weg durch das zuckersüße Örtchen, in dem wir zu Gast sein durften. Die Leute dort? Herzlich wie immer in Thailand! Man grüßt sich freundlich, Kinder winken, da fühlt man sich direkt ein bisschen besonders.

    Unser Guide Chai, ein wahrer Meister der Natur, hatte wieder eine Überraschung parat: den legendären Bubble-Baum 🌳. Ein Blatt knicken, Saft austreten lassen, pusten – und zack, flogen kleine Bläschen durch die Luft. Wir alle waren kurz wieder sieben Jahre alt und lieferten uns einen Wettstreit, wer die schönsten Seifenblasen zaubern kann. Spoiler: Es war nicht immer schön, aber immer lustig.

    Unterwegs ließ uns Chai natürlich nicht einfach nur laufen. Nein, er hielt regelmäßig an, zeigte uns Pflanzen, erklärte Tiere und brachte uns die Umgebung näher. Reisfelder begleiteten uns, und wer hätte es gedacht: Der Reis, den wir gestern und heute früh gegessen hatten, kam direkt aus dem Dorf unserer Gastgeber. Frischer geht’s nicht 🌾.

    Die erste Tageshälfte verbrachten wir in einem tropischen Regenwald. Und was für einer! Da fühlt man sich wie Indiana Jones, nur mit besserem Schuhwerk. Nach 10 Kilometern kamen wir endlich bei unserem Etappenziel an: Ein traumhafter Platz direkt am Fluss. Hier entstehen übrigens die Bambusflöße, mit denen wir morgen die Gegend unsicher machen dürfen. Highlight Nummer eins: der Fluss. Highlight Nummer zwei: das Essen. Highlight Nummer drei? Der Dorf-Elefant 🐘, der uns plötzlich besuchen kam.

    Dieser Elefant führt ein beneidenswertes Leben: keine Arbeit, keine Touristenritte, kein Kettenstress. Einfach da sein und den Tag genießen. Perfekt, oder? Als dann ein Obstkorb für seinen königlichen Rüssel bereitgestellt wurde, ging der Spaß erst richtig los. Kürbis, Bananen und irgendwas, das wie Bambussprossen aussah – wir haben fleißig gefüttert, während der Elefant uns mit seiner Gemütlichkeit alle Herzen gestohlen hat. Wer kann schon sagen, dass er mal einen Elefanten gestreichelt UND gefüttert hat? Wir können das jetzt!

    Nach der Mittagspause ging es weiter, diesmal über eine Brücke. Plötzlich sah der Wald anders aus – fast wie ein europäischer Mischwald, nur mit mehr „rauf und runter“. Gegen 16 Uhr erreichten wir unsere nächste Unterkunft, eine einfache, aber wunderschöne Bleibe. Hier heißt es: minimalistisch leben wie die Bergvölker. Keine Waschmaschine, kein Fernsehen, keine Badewanne. Stattdessen ein Holzhaus mit einer Terrasse über einem plätschernden Fluss. Back to the roots !

    Das Duscherlebnis? Noch authentischer als gestern! Drei Wasserfässer und eine Schöpfkelle. Kein Hahn, kein warmes Wasser. Aber hey, Chai hatte klare Regeln: No shower, no dinner 🤣. Also ab unter die Kelle, Augen zu und durch. Nach der kalten Dusche waren wir jedenfalls wieder hellwach.

    Der Abend klang gemütlich aus – natürlich bei einem leckeren Essen. Chai erzählte uns Geschichten aus seinem Leben. Obwohl katholisch aufgewachsen, verbrachte er ein Jahr in einem buddhistischen Kloster, arbeitete später als Lehrer und lebte schließlich seine große Leidenschaft aus: das Fahrrad- und Wanderführen. Ein inspirierender Mensch, der es schafft, uns mit seinen Erzählungen immer wieder zu begeistern.

    Das war wieder ein Tag, den wir so schnell nicht vergessen werden. Thailand, du machst uns fertig – aber im allerbesten Sinne!
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