• Gesichter Angolas & Ein haariger Tag

    13 novembre 2024, Angola ⋅ ⛅ 28 °C

    Tag 10 war „Ausruhetag“. Will heißen kein Autofahrten heute, sondern ein zweiter Tag (Nacht) auf dem Strand beim Alfa Beachclub.
    Heute wäre eigentlich Wasch- und Aufräumtag gewesen, aber der umtriebige -und super nette- Alfred bot uns eine 1-stündige Bootsfahrt in der Bucht von Lobito. Das war tatsächlich auch für ihn das erste Mal, dass er so etwas organisierte und somit dürfen wie stolz behaupten, das heute der Kick-Off von Lopitos Wasser- und Stadtrundfahrt ist. Ein Tag für die Geschichtsbücher des hiesigen Tourismus. Alles war natürlich nicht so organisiert wie in Tourismusmetropolen, aber alle Mitwirkenden (Roberto, Martha, Alfredo) waren mit Herzblut dabei. Auf dem Wasser sahen wir eine Schule Delfine, die kleine Meerjungfrau (Kopenhagen lässt grüßen) einige Schrotthaufen, die mal Schiffe waren und lokale Fischer, die ganz verzückt waren ob unserer touristischen Exkursion.
    Nach dem Wasser ging‘s zu den Flamingos. Die waren ja recht nett an zu schauen, aber was auf dem Foto nicht zu sehen ist, ist der Müll ringsrum. Mit unserem Taxi „Good Life“ kutschierten wir kreuz und quer durch Benguela. Touristische Ziele/Sehenswürdigkeiten gab‘s nicht wirklich viele, aber das zu beobachtende Stadt- und Alltagsleben der Einheimischen kompensierte alles.
    Beim Preis für diese Wasser-/Stadttour gab es echte Verwirrung. Martha sagte, dass der Ausflug 25.000 Kwanza (25€) kosten würde. Fanden wir etwas happig, aber wir wollten ja unterstützen. Martha und Alfredo waren allerdings total verwirrt, als jeder von uns denen 25.000 Kwanzas in die Hände drückten. Denn, das Missverständnis war, nicht 25.000 Kwanzas pro Person sondern für uns alle (10 Personen). Sprich, nicht 25€ sondern 2,50€ kostete der Ausflug pro Person. Und das, das ist ja nun nicht wirklich teuer für diesen Wasser- und Stadtbesichtigung.
    Am frühen Nachmittag waren wir wieder am Strand. Den restlichen Tag lümmelten wie uns bei den Autos, am Strand und im Beach Club.
    Weit aufregender verlief der Nachmittag bei Martha. Denn Martha hatte beschlossen ihre Frisur zu ändern. Das klingt unspannend, aber wie 90 % aller afrikanischen Frauen trug Martha Extensions. Ihre Haarpracht war zu großen Teilen nicht die eigene, sondern bestand/besteht aus Haarverlängerungen mit fremden Haar. Alle afrikanischen Frauen mit etwas Geld wollen bzw. haben diese Extensions. Unterschied ist, ob es sich um Echthaar oder um Kunsthaare handelt. Das Echthaar kommt -im Falle von Martha- aus Indien. Die Prozedur alte Extensions runter, neue Frisur (Echthaarperücke) drauf dauerte über 4 Stunden. Was Frauen nicht alles für ihre Schönheit machen?!!! Kostenpunkt für diese 4 Stunden Friseuer: 15€! Also liebe Damen, wer beim Friseur Geld sparen möchte sollte sich nach Angola begeben!
    Der Abend klang wieder am lauschigen Lagerfeuer aus. Morgens geht‘s wieder auf die Piste in Richtung Süden.
    Von hier und für jetzt: Ä guet‘s Nächtle!
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