• Imodium - Pistenstaub - Skorpione

    16 novembre 2024, Angola ⋅ ☁️ 32 °C

    Wieder 20.30! Wieder alle in ihren Zelten! Dieses Mal (bis auf 2 Betroffene) nicht wegen der Verdauung, sondern weil durchaus eine zählbare Anzahl von Skorpionen unser Camp durchstöbern. Das war dann doch der Stimmungskiller, da die hier zu der tödlichen Sorte gehören. Da wollte keiner mehr lang am Lagerfeuer sitzen.
    Nun aber zum heutigen Tag. Nach einer -für mich- guten Nacht ging‘s heute Morgen erst mal dran den Krankenstand zu prüfen. Einer meldete sich wieder gesund, einer meldete sich krank under Rest der Imodium-Kunden waren so-la-la. Bei mir und drei anderen war/ist aber alles noch in bester Ordnung.
    Nach dem Frühstück gings nach Namibe zum Einkaufen und Tanken. Martha sagte, dass die Dieselpreise explodiert seinen von 50 Kwanza auf 200 Kwanza pro Liter. Von 5 Eurocent auf 20 Eurocent! Der Wahnsinn für die Einheimischen. Für uns ebenfalls nur in der komplett entgegengesetzten Bedeutung.
    Nachdem alles erledigt war ging‘s in Richtung Landesinnere. Wieder Piste und Sand im Überfluß. Mittagspause war an einem verlassenen portugiesischen Handelsposten. Das war bis in 70er Jahre ein Handelsplatz an dem die umliegenden Stämme ihre Rinder, Ziegen etc. gegen Gegenstände des täglichen Bedarfs tauschten bzw. tauschten. Dann kam die Unita (Freiheitskämpfer) und zerlegte den Ort mit ihren Maschinengewehren und Granaten. Das was übrigblieb war unsere Mittagslocation inklusiv Einschußlöcher. Wir waren fast fertig mit Mittag kamen zwei junge Mucubal Männer auf ihrem Moped angefahren. Natürlich waren sie an uns interessiert und natürlich wollten sie gerne etwas von uns abhaben. Gerne gaben wie ihnen Brit und unser Gnocci mit Wildgulasch (von Vortag). Der Topf wurde bis auf den letzten Krümel ausgeleckt. Ergo, auch Mucubal schmecken Gnocci mit Gulasch. Eine Fotosession mit den adretten jungen Männern durfte natürlich nicht fehlen.
    Alles wieder eingepackt und für die nächsten Stunden ging‘s weiter auf Pisten ins Landesinnere. Unser Camp schlugen wir am Fuß einer Steinformation auf. Hier gibt es eine kleine Höhle mit Felszeichnungen (lt. Martha 1000sende von Jahren alt). Es gab Pasta mit Bolognese und Wild Africa als Absacker. Es hätte ein gemütlicher Abend am Lagerfeuer werden können, wenn nicht zufällig ein dicker fetter Skorpion am Feuerplatz erschien. Plötzlich hektisches Durcheinander, da kleine-Scheren-dicker-Schwanz bedeutet: giftig! Micha entsorgte den Einen als schon der zweite Aufschrei kam: „Noch Einer!“. Damit war die gemütliche Runde beendet und das Ableuchten unseres Lagerplatzes begann. 4 Skorpione vom gleichen Kaliber wurden entdeckt damit war die „Flucht“ in die (Dach)Zelte angesagt. Es blieb auch nicht bei vieren, wie ich vom Dachzelt aus beobachten konnte Heute Nacht heißt es aufgepasst beim Toilettengang! Und morgen werden alle Kisten und Taschen überprüft, die auf dem Boden standen.
    …dann lassen wir die Nacht mal kommen 😁!
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