• Was für ein Abenteuer mit 4 oder 6 Jahren von Dresden nach Rostock…in 12 h mit Pausen. Es war aufregend wie nix. 4 Uhr aufstehen. Bemalte Schilder aus der Heckscheibe in den rückwertigen Verkehr gehalten: WIR HABEN URLAUB!
    Im Trabbi sind wir beim Bremsen auch mal zwischen die Sitze gekullert ohne die 1978 eingeführten Sicherheitsgurte. Andererseits sind wir sind im Rauch des Fahrers Opa Heinz mit Hut im langen Warti 353 mit Knüppelschsltung unsichtbar geworden oder schauten durch heute so bezeichnete Panoramafenster.Das war normal. Genauso wie die Bodenfreiheit der o.g. Sedan’s, vergleichbar mit der eines heutigen SUV’s. DasFahrgeräusch gab einem das Gefühl der Straße noch nah zu sein, und eine Verbindung mit Geschwindigkeit und Weg einzugehen.

    Das war die Zeit, als wir in der Schule Bilder malten, in denen die Vorstellung des Lebens nach dem Jahre 2000 wiedergespiegelt werden sollte. Phantastisch aussehende Gebäude warn darauf angesagt und vielleicht auch der Gedanke vom individuellen Reisen mit einem Antrieb auf dem Rücken. Heute können wir nicht mal auf einem Bahnhof in Stuttgart stehen, weil er nach 15 Jahren Bauzeit doch nicht fertig ist und die Eröffnung 2027, also in weiteren zwei Jahren, nicht garantiert ist. Kann es sein, dass die für den Bahnhof vorgesehenen digitalen Einrichtungen von annodazumal dann erst mal revidiert, oder erfunden und neu installiert werden müssen?
    Kann aber auch sein, dass das Raum–Zeit-Continuum sich zwischen rückwärts bewegt und wird deshalb die Fertigstellung gar nicht mehr erleben werden und können. Okay, bisschen weit her geholt. Daher der Merksatz: Lasst uns mit Zuversicht in die Zukunft schauen.

    Urlaub in den 70igern . Teils war noch selber Heizen im Quartier angesagt,… mit Kohlen usw.
    Oder die Häusschen mit dem Herzen war auch über den Hof, oder die Fliegen überraschten uns im Sommer, da das Zimmer über dem Schweinestall war.
    Oder die (noch richtigen) Daunenbettenim Winter ließen es nicht zu im Bett über die Senkrechte hinaus an die Decke zu blicken, weil die baumwollgezähmten Federberge die 30 cm Stärke erreichten.
    Aufgewacht gings zum Frühstück über Sandwege ins 1,5 km entfernte Restaurant. Die Edbeermarmelde war toll.
    In Erinnerung blieb mir auch das Duschen mit Zuber vor dem Waschhaus im Hof.

    Mit 14 sah man im Osten noch Männer, die den Krieg erlebten, mit Fahrzeugen ihrer Jugend oder mit dem Fahrrad an die Ostsee fahren . So u.a. auch auf dem Berliner Roller.

    Wir träumten aber vom modernen Simson S51.
    Da fällt mit ein https://www.youtube.com/watch?v=Rs3UPo75tg4 Den Song habe ich erst nach der Wende entdeckt. Oft gespielt worden ist er im Rundfunk auf Grund des Textes wohl nicht.
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