• Desierto de T. - La Peza: Im Auenland

    16 Februari 2024, Spanyol ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute gehts nach Mittelerde ins Auenland oder zumindest an einen architektonisch verwandten Ort, denn rund um Guadix gibt es viele Häuser, die in Fels und Erde gehauen sind.

    Bis ich zu den Höhlen kam, musste ich mich allerdings erst über 60 km durch Gegenwind und bergauf kämpfen. Die Kombination war ganz schön lästig, zumal die Landschaft zunächst nicht besonders spannend war. Felder, großflächige Solaranlagen, Windräder und Autobahn.

    Gegen Nachmittag wurde es dann besser, die Belohnung eine wunderbare Landschaft. Rötliche Felsen, Schluchten wie kleine Canyons und Gras. Hier wächst tatsächlich grünes Gras. Vermutlich ist es genauso grün wie bei uns, wirkt aber durch die vorherigen eher kargen Landschaften umso grüner.
    In die rötlichen Felsen sind Häuser gehauen, üblich für die Region um Guadix. Auch finden sich viele Töpferwaren in den Läden der Dörfer und Städte. Töpferwaren und roter Fels, die Erde hier ist bestimmt sehr tonhaltig. Die Vermutung wird später bestätigt, als ich zufällig an einem privaten Höhlenmuseum vorbeikomme. Es ähnelt einem klassischen Heimatmuseum mit alter Einrichtung, alten Werkzeugen und eben all dem, was an Gegenständen aus der jüngeren Vergangenheit angesammelt und konserviert wurde. Das Museum besteht aus drei Höhlenwohnungen, wobei die unterste interessanterweise bewohnt und gleichzeitig Teil des Museums ist. Die Höhlenwohnungen bzw. Häuser haben hier Tradition, weil der Lehm- bzw. Tonboden so weich ist, lassen sich die einzelnen Räume einfach in die Berge schlagen. Die Schlafzimmer liegen übrigens immer innen, schließlich braucht man hier ja auch kein Tageslicht.

    Nach dem Museumsbesuch radel ich noch ein bisschen weiter. Die Landschaft wird hügeliger und etwas wilder, die Lehmberge bleiben und es zeigen sich einzigartige Lichtverhältnisse und Gebirgsformationen in der Abendsonne.
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