• Agadir

    Mar 30–Apr 1, 2024 in Morocco ⋅ 🌬 19 °C

    Ich bleibe zwei Tage in Agadir, auch wenn es hier nicht viel Altes zu sehen gibt. 1960 wurde die Stadt bei einem Erdbeben zerstört - laut Wikipedia mit 15.000 Toten. Inzwischen floriert die Stadt wieder durch den Tourismus und vermutlich auch die Anbindung ans Meer. Der Kontrast ist wieder stark zu erkennen, ein paar Kilometer vor der Stadt leben Menschen noch in einfachen und zumindest äußerlich betrachtet ärmlichen Verhältnissen. In der Stadt gibt es hingegen ganz neue Gebäude, neuste breite Straßen, viel Begrünung und dicke (Luxus-) Hotels an der Strandpromenade.
    Als ich an letzterer entlang fahre, riecht es an Sonnencreme. Etwas Dunst liegt in der Luft, es ist diesig, die Umgebung ist relativ sauber und die Grünanlagen leuchten durch Bewässerung und ausgiebiger Pflege in saftigen grün. Der Strand wird von ein paar Sammeltrupps ins Warnweste von Müll befreit, sonst würde wären die Hotels für Touris hier bestimmt nicht so attraktiv und der erste Eindruck, wenn man hier eincheckt, wäre ein anderer. Vor jedem Hotel steht ein Portier und hinter großen Panoramaglasfenstern speisen Menschen am Buffet. Auch die Kleiderordnung ist eine andere: Kurze Klamotten und Bademode, aber hier sind eben auch fast nur westliche UrlauberInnen unterwegs.
    Was passiert, wenn der Tourismus ausbleibt sehe ich dann an ein paar Objekten, die sich zu riesiegen Lostplaces verwandeln oder zumindest auf gutem Weg dahin sind (Corona soll der Grund gewesen sein). Verrückt - werden die Hotels, die zu zerfallen drohen, in einigen Jahren dann wohl wieder eine andere Touristengruppe anziehen?

    Ansonsten besuche ich wieder neu aufgebauten, sehr großen und ebenfalls schönen Souk El Had. Hier kaufe ich Amlou, eine Spezialität hier im Süden Marokkos. Hergestellt wird es aus Madeln oder Erdnüssen, Arganöl und Honig gleicht es etwa einer Art Mandelmus - sehr lecker😋
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