• Fisterra - ≈Muxía: Quasi rest day

    3. juni 2024, Spanien ⋅ 🌬 21 °C

    Viel ist heute nicht passiert – zumindest, wenn man auf die Kilometer schaut. Moritz und ich waren morgens beide etwas knülle, haben dementsprechend entspannt die Zelte zusammengepackt und uns leckere Brote und Süßkram zum Frühstück besorgt. Die Bäckerkunst in Galicien kann sich übrigens sehen lassen, es gibt nicht nur einfache Weißmehlbaguettes, sondern auch vollwertige mit Roggenanteil.

    Nach dem Frühstück krebsen wir uns durch eine hügelige, waldige Strecke mit regelmäßigen Meerblicken. Auf Pilgerverkehr ist hier in beide Richtungen zu achten, da einige die Route Santiago-Fisterra-Muxía laufen und andere genau andersherum.
    Nach gut 15 km genehmigen wir uns erst einmal eine vierstündige Kaffee- und WLAN-Pause, die zur Routenplanung für die nächsten 1000 km genutzt wird. Das Café LireoCa bekommt nicht nur fünf Sterne von uns, weil es uns so lange ausgehalten hat, sondern auch, weil wir noch bevor wir die Karte in die Hand gedrückt bekommen, informiert werden, dass alles auch vegan oder vegetarisch zubereitet werden kann. Im nächsten Satz erkundigt sich der Kellner noch, ob irgendwelche Allergien bestehen – rücksichtsvoller Service.
    Im Anschluss springen wir noch in den nächstbesten Fluss (etwas wärmer als gestern) und machen uns mit nassen Klamotten (so bleibt es auch beim sonnigen Anstieg angenehm kühl) auf nach Muxía. Dort werden wir zuerst von einer, dann von einer zweiten deutschen Dame angesprochen und hören erst eine und dann eine zweite (Lebens-) Geschichte über diverse Sorgen und Wehwehchen. Nun sind wir eine ganze Ecke schlauer und wissen, wie viel Rente die Frau(en) verdient, wie viel die Wohnung kostet, was davon übrig bleibt, dass sie einen Bausparvertrag hat, eine Zahnversicherung, was in ihrer Reiseapotheke zu finden ist und vieles mehr.
    Læs mere