• Santiago - Fisterra: Kilometer 0

    2 de junio de 2024, España ⋅ 🌬 19 °C

    Santiago war gestern, aber es ist noch nicht das Ende. Der Kilometer 0 liegt in Fisterra, dem „Ende der Welt“. Der westlichste Punkt Europas, zumindest dachten das die Römer. Die gut 90 km dorthin trete ich zusammen mit Moritz an, den ich gestern kennengelernt habe.

    Wir kommen gar nicht so weit, bis schon die erste große Pause folgt. In Negreira suchen wir eine super Bäckerei auf, zumindest deutet die lange Schlange, die bis auf die Straße reicht, darauf hin. Neben diversen Broten, Süßwaren und Herzhaftem gibt es hier übrigens auch ein vitales Pan Alemán. Während wir in der Schlange stehen, beginnt 50 m weiter traditionelle Musik zu erklingen. Eine galicische Musik- und Tanzaufführung mit vielen Menschen in Trachten. Wir schauen eine Weile zu und können direkt die Nähe zum Keltischen erkennen – wenn sich Keltisches halt so anhört. Auf jeden Fall wird hier auch Dudelsack gespielt.

    Nach der Musikeinlage folgt unser Mittagessen am Fluss, wo wir auch direkt hineinspringen und uns etwas abkühlen, bevor es dann den nächsten Berg hinaufgeht. Die übrige Strecke bleibt dann auch weiter hübsch hügelig und wir kommen erst gegen Abend in Fisterra an. Die Landschaft hier sieht fast etwas norwegisch aus: Fichtenwälder, Berge, Buchten und bunte Häuser, nur ist es hier angenehm warm.
    Am Hafen quatschen wir uns mit Fahrradfahrenden fest und verpassen dadurch fast den Sonnenuntergang am Kilometer 0. Aber eben nur fast :). Im Anschluss suchen wir einen geeigneten Ort für unsere Zelte. Ich freue mich nach den ganzen Herbergen endlich wieder ohne Geschnarche schlafen zu können!
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