• Tapia - ?: Langsam, morgen ist Sonntag

    8. juni 2024, Spanien ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute und morgen wird gemütlich geradelt. Es ist Wochenende und vor Ladenschluss schaffen wir es nicht in die nächstgrößere Stadt zum Fahrradladen. Gemütlich ist leider aber nur das Radeln und nicht das Wetter. Nachdem es die letzten Tage bereits diesig war, begann heute Nacht der Regen, der in Form von ganz feinen Sprühtropfen fällt. Immerhin ist es warm.
    Wir brechen spät vom Campingplatz auf und arbeiten uns in die nächste Stadt vor. Kaffeepause. Die sind hier besonders gut. In Galicien und Asturien scheint es eben nicht nur beim Bier oder einer Cola Tapas zu geben, sondern auch beim Kaffee, entweder etwas Süßes oder wie heute ein Brot-Chorizo-Bällchen, eine Krokette und ein Stück Tortilla auf Brot – so lecker, dass wir direkt einen zweiten Kaffee bestellen. Interessanterweise kostet der zehn Cent mehr. Nach kurzem Rätseln vermuten wir, dass dies der „Terrassenpreis“ sein muss. Den ersten bestellte und erhielt ich an der Bar, den zweiten bestellten und bekamen wir draußen. Wieder etwas gelernt. Als ich später die Tassen wieder hereinbringe, bekommen wir noch eine Portion Kekse für den Weg geschenkt – das Café war eine gute Wahl :)

    Im Anschluss fahren wir wieder zum großen Teil auf der Bundesstraße. Überraschenderweise kommen uns hier auch besonders viele Pilger entgegen, die auf dem Camino del Norte unterwegs sind. Er soll sehr schön sein, aber wenn ich die langen (Bundes-)straßenabschnitte sehe, bekomme ich Zweifel daran.

    Am Abend steuern wir eine kleine Kapelle an, die einen guten Campspot vermuten lässt. Die grandiose Aussicht von hier zieht allerdings auch viele Menschen an, sodass wir auf eine tiefer liegende Bucht ausweichen. Bei der Fahrt durchs Dorf und an der Kapelle selbst sehen wir noch ein paar Exemplare der Hórreos. Diese Speicher sind wohl typisch für Asturien und vor allem smart gebaut: Große Steinplatten an bzw. zwischen den Füßen hielten Ratten und Mäuse fern.
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