• Am versunken Dorf

    11 de junio de 2024, España ⋅ ☁️ 17 °C

    Ovieda - Láncara de Luna

    Beim Frühstück kommt unser nächtlicher Besuch nochmals vorbei, eine achtköpfige Wildschweinfamilie können wir nun zählen. Die ganze Nacht scheinen die Frischlinge durchgemacht zu haben – was für eine Erziehung!
    Nach dem Frühstück folgen wir zunächst noch ein Stück dem Fluss. Darauf folgt der erste kleine Hügel und eine steile Abfahrt, nach der wir uns den ersten schlechten Kaffee in Spanien genehmigen – mhhh, nicht so lecker.
    Im Anschluss beginnt unser heutiger 1300 m Aufstieg. Anstrengend, aber mit vielen schönen Landschaften. Der Versuch, in der Mittagspause Fabada in einem Dörfchen zu ergattern, scheitert ein weiteres Mal. Zudem erscheint uns der Preis von 16 Euro für ein (einfaches?) Bohnengericht in Spanien doch etwas teuer. Wie bleiben bei Brot, Käse, Gurke, Erdnussbutter und Marmelade.

    Nach dem Mittagessen wird es deutlich steiler und der Asphalt weicht an einigen Stellen einem Schotterweg. Ab einer gewissen Höhe kommt Nebel dazu, doch dafür haben wir den Pass ganz für uns – abgesehen von ein paar Pferden, Kühen und einem Auto mit Hamburger Kennzeichen, das plötzlich im Nebel auftaucht, ein Pferdefoto macht und davonfährt.
    Oben schnell noch ein Passfoto gemacht, man weiß ja nie, wann man wieder eins braucht, und dann geht es mit Rückenwind eine tolle 15 km lange Abfahrt hinab. Das Spiel aus Nebel, Bergen, Felsen und Sonne ist klasse.

    In einem kleinen Dorfsupermarkt besorgen wir die letzten Vorräte (es ist Wahnsinn, was es hier alles gibt) und steuern eine alte Kirche an einem Stausee an. Die Kirche des gefluteten Dorfes Láncara de Luna besitzt ein kleines Vordach, sodass wir windgeschützt kochen können und unsere Zelte gar nicht aufbauen müssen.
    Da wir nirgends unser Bohnengericht probieren konnten, gibt es dieses nun aus der Dose (das erste Mal, dass ich so ein Dosenfutter esse), dazu Kartoffelbrei und eine Flasche Sidra, die wir wie im Supermarkt ergattern konnten. Das Fazit: Die Fabada ist tatsächlich ganz gut, der Kartoffelbrei ebenfalls und die Sidra schmeckt scheußlich.

    Bevor es in den Schlafsack geht, gibt es noch ein kleines Bad im überraschend warmen See – war auch mal wieder nötig.
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