• ?- Carbáceno: Ein deutscher Tag

    16 de junio de 2024, España ⋅ ☁️ 22 °C

    Nachdem wir nun einmal durch die Picos gefahren sind, verlassen wir die hohen Berge. Dennoch geht es auf der Route weiter auf und ab. Ein bisschen Energie können wir uns allerdings sparen, als wir uns für einige Kilometer in den Windschatten einer Rennradgruppe hängen.
    Am frühen Nachmittag passieren wir zunächst „La Verdura“ und dann „La Cucina“, klingt perfekt für eine Salat-Mittagspause.

    Die Gegend hier sieht eigentlich ähnlich aus wie in Deutschland. Wir fahren eine kleine Nebenstraße, die sich neben einer Autobahn entlangschlängelt und durch Felder führt. Die Vegetation ist bis auf Palmen und Eukalyptus ähnlich, und in den Vororten der Städte finden sich Lidl und Aldi. Die haben allerdings geschlossen. Wie wir plötzlich feststellen, ist Sonntag – Anfängerfehler. Da bleibt also „Nur Döner Kebap“ in der nächsten Kleinstadt als Option. Sind wir doch schon wieder in Deutschland? Nein, denn hier gibt es Döner, Gemüse- oder Falafeldürüm noch für unter 5 Euro. Nachdem wir uns den Magen vollgeschlagen haben, steuern wir einen Caravanplatz in Cabárceno an. Der liegt direkt am See neben einem Safaripark. Trotz vieler Wohnmobile ist es super ruhig.
    Wir quatschen noch eine Weile mit einer siebenköpfigen (Aussteiger-)Familie aus Deutschland, die seit anderthalb Jahren mit ihrem Mercedes-Lkw und Wohnwagen unterwegs ist. Die Kinder sind in Deutschland abgemeldet, studieren beziehungsweise lernen online. Corona habe gezeigt, dass das ginge. Während wir uns unterhalten, klettern die kleinen Kinder barfuß auf Bäumen, spielen mit der Katze oder ihrem Hund – ein Bild wie im Roman.
    Von einer anderen deutschen Familie bekommen wir noch zwei Radler und Flan geschenkt – ein schöner Abend mit interessanten Begegnungen und irgendwie ein sehr deutscher Tag.😅
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