? - Bilbao: Die Schnittchen Spaniens
June 18, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 22 °C
Nach einer leicht windigen Nacht an der Küste radeln wir auf einem kilometerlangen Radweg bis in die Innenstadt Bilbaos. Dass die Stadt durch die (Eisen-)Industrie groß geworden ist, erkennt man noch immer an alten und noch produzierenden Fabriken und durchmischten (Wohnungen, Hafenbereich, Industrie) (Arbeiter-?)Stadtvierteln. Gleichzeitig ist der Wandel zu einem modernen Stadtbild mit Radwegnetzen, Begrünung, neuer Architektur (Guggenheim-Museum) und vor allem eine enorme Schaffung von Wohnraum erkennbar. Namensgebend für den sogenannten Bilbao-Effekt.
Der Weg in die Stadt führt am Itsasmuseum, dem (regionalen) Maritim Museum Bilbaos und der Bizkaia vorbei. Ein kleiner Glücksgriff heute: Der Eintritt ist kostenlos und so legen wir einen mehrstündigen Museumsbesuch ein. Ein bisschen Stadtgeschichte, ein paar Exponate und wir erfahren, dass neben der Eisenindustrie auch der Walfang zeitweise eine wichtige Rolle spielte..
Nach einer kurzen Tour durch die Altstadt ist es wieder Zeit für ein TooGoodToGo-Experiment: Projekt Pinchos, die Tapas des Baskenlandes.
Ob es wohl eine spanische Hoppenstedt-Version gibt, in der Frau Hoppenstedt ein paar Pinchos macht? Die ähneln nämlich eigentlich ein bisschen unseren Schnittchen, nur dass sie manchmal noch ein bisschen extravaganter sind. Nach der Kostprobe steht die Verabschiedung an: Moritz fährt bereits heute weiter, und ich werde noch auf mein Paket warten und dann weiterreisen. So lange wie mit Moritz bin ich bisher mit niemandem zusammengereist; die nächsten Tage werden sicherlich wieder erst einmal eine Umstellung sein.
Im Anschluss begebe ich mich dann auf Herbergssuche. Laut Camino-App sollte ich hier eine für 11 Euro finden, doch als ich ankomme, heißt es plötzlich 31 Euro, was mir deutlich zu viel ist. Zelten ist heute auch keine Option, da Gewitter angesagt ist. Ich mache eine 12 km und 300 hm entfernte Spendenherberge in Lezama ausfindig und mache mich direkt auf den Weg. Unterwegs beginnt krachend das Gewitter in Begleitung von strömendem Regen. Unnötigerweise ist der Weg dann auch noch unglaublich steil und teils mit Treppen versehen, doch eine andere direkte Route gibt es nicht. Ich ärgere mich, mich nicht vorher um eine Unterkunft gekümmert zu haben. Nach einer guten Stunde komme ich dann allerdings an und mich erwartet eine kleine, warme und trockene Herberge.Read more







Traveler
Nein das gibt‘s ja nicht! Die Spinne „Maman“ ist von Louise Bourgeois, das ist eine meiner Lieblingskünstlerinnen! Ein Tribut an ihre Mutter, die war Weberin.