• Elorriaga - Irun: Trommelwirbel

    21 czerwca 2024, Hiszpania ⋅ ☁️ 15 °C

    Ich liege lange im Zelt in der Hoffnung, dass der Regen nachlässt. Die Zeit nutze ich für das Frühstück – Haferflocken mit Kakao, der Klassiker aus meiner Schulzeit.
    Gegen 10 Uhr gibt es dann endlich eine Regenpause, die ich zum Zusammenpacken nutze.
    Ich folge der großen Straße von gestern, nicht schön zu fahren und auch nicht wirklich besonders, aber ich komme an ein paar netten Städtchen vorbei: Zunächst Zumaia, dann Getaria, die Stadt, aus der Juan Sebastián Elcano (Überlebender der Magellanexpedition und damit der Erste, der die Welt umsegelte) stammte, als Nächstes Orio, wo ich zwei Stunden im Café dem Regen entkomme, und schließlich Donostia-San Sebastián. Hier mache ich Mittagspause und hüpfe – vermutlich erstmal das letzte Mal – in den recht warmen Atlantik und teste im Anschluss die Stranddusche. Test bestanden, sehr nützlich. San Sebastián ist wirklich sehr touristisch und es ist unglaublich viel los. Aber es ist auch ganz schick und hat viele alte, schmucke Gebäude.

    Ich setze meine Stadttour fort und fahre noch bis nach Irun, wo ich meinen Abendeinkauf in einem riesigen Lidl erledige (der hat richtig guten Tofu), um dann wieder einen Schlafplatz auf einem Hügel neben der Stadt aufzusuchen. Als ich mich durch die Stadt schlängele, gerate ich in mehrere Umzüge. Es werden Flöten gespielt und es wird getrommelt. In den Straßen hängen überall schwarze, weiße und rote Wimpel. Es erinnert mich etwas an ein Schützenfest bei uns. Auf Nachfrage sagt man mir, dass für das Fest Ende des Monats, Gora San Marcial, geprobt wird. Es ist eine Erinnerung an den Sieg der Stadt über französische Truppen (1522). San Martzial heißt übrigens auch die Kapelle auf dem Hügel, wo ich mein Lager aufschlage. Im Zelt höre ich noch lange die Trommeln und Musik aus der Stadt.
    Czytaj więcej