Le Concours de Machines
29 czerwca 2024, Francja ⋅ ☁️ 19 °C
Abgesehen davon, dass es sich beim „Le Concours de Machines“ um Fahrräder und einen Wettbewerb handeln sollte und die ganze Veranstaltung im Abbaye de l’Escaladieu stattfinden sollte, war mir zunächst nichts weiter bekannt.
Das Event entpuppte sich dann als jährliche Veranstaltung (kleiner) französischer Rahmenbauer und fand erstmals 1903 - ebenfalls in den Pyrenäen - statt. Jedes Jahr gibt es ein paar Schwerpunkte, die die Rahmenbauer berücksichtigen sollen (in diesem Jahr standen MTBs im Fokus) [1].
Unter den Rahmenbauern waren viele Fahrrad-Geeks, die erst vor wenigen Jahren - und teilweise einen ganz anderen Background (Zimmermann, Biologen,...) hatten - mit dem Rahmenbau begonnen haben. Erst als Hobby, für Freunde und Familie, dann als zweites Standbein und schließlich hauptberuflich. Eine Jury bewertet die Fahrräder hinsichtlich der geforderten Schwerpunktthemen. Zudem finden zwei Testrides durch die Pyrenäen statt (in Summe 170 km und gut 5000 hm). Vor und nach den Fahrten werden die Fahrräder auf eventuelle Schäden oder Probleme untersucht.
Beim öffentlichen Teil der Veranstaltung, der Ausstellung und dem Event am Kloster, fand die Siegerehrung statt. Rahmenbauer konnten ihre Räder ausstellen. Neben klassischen Stahlrädern gab es Exemplare aus Holz und Bambus. Letzteres fährt sich wirklich gut und dämpft trotz Starrgabel (Holz habe ich nicht probiert).
Neben den Rahmenbauern gab es auch einige FahrradtaschenschneiderInnen, bei denen ich direkt einen Auftrag abgegeben habe. Ein DJ war natürlich ebenfalls vor Ort und wie es sich für eine Fahrradveranstaltung gehört, musste dafür ordentlich gestrampelt werden. Und dann war auch noch ein Schweißer am Start, bei dem man (WIG)-Schweißen auch direkt mal ausprobieren konnte. Fazit: Alu ging – aufgrund der größeren Bauteildicke und breiteren Schweißnaht – deutlich einfacher. Stahl war schwieriger, und es war ziemlich schwer zu erkennen, wo sich gerade der Stab mit dem Schweißzusatz (der heißt auf Französisch übrigens Baguette) befindet. Übung macht hier sicherlich den Meister.
Als weiteres Rahmenprogramm gab es dann noch Foodtrucks und natürlich Crêpes für die kulinarische Versorgung und die ein oder andere Yogasession. Yoga funktioniert übrigens super, auch wenn man die Sprache nicht versteht!
Ich blieb beide Tage beim Concours de Machines, unterhielt mich viel mit Leuten und den Rahmenbauern, die alle überaus gut Englisch sprachen. Natürlich wäre das Ganze nochmal ein ganz anderes Erlebnis gewesen, wenn ich Französisch spräche, dann hätte ich sicherlich noch mehr vom Drumherum und Gesprächen, die neben mir stattfanden, mitbekommen. Aber das motiviert natürlich auch dazu, Sprachen zu lernen.
Am Sonntag nahm ich noch an einem Social-Ride, also einfach einer kleinen gemeinsamen Ausfahrt, teil. Was für ein glücklicher Zufall, dass ich bei der Klosterbesichtigung von dieser Veranstaltung erfahren habe!
[1] https://www.associationartisansducycle.com/conc… Czytaj więcej










