• Römische Wasserpipeline

    July 23, 2024 in France ⋅ 🌬 32 °C

    Quissac - Robion

    Gute 13 km nach Quissac komme ich in Lecques wieder auf die alte Bahntrasse, die nun bis nach Nîmes führt. Es ist bestimmt nur noch eine Frage der Zeit, bis das Zwischenstück ebenfalls fertiggestellt ist. Dann hat man hier einen wunderbaren Fernradweg für ein oder zwei Tagesetappen.

    Direkt am Radweg in Langlade komme ich an einem kleinen Markt vorbei. Zeit für die erste Pause. Quiche, Kekse und Melone – die kommt mir diesmal nicht abhanden.

    Gute 12 km später erreiche ich Nîmes, wo ich einen Blick auf das gut erhaltene Amphitheater, das zeitweise als Burg und später Häuser beherbergte, das Augustustor und ein paar andere römisch aussehende Dinge werfe. Im Anschluss gehe ich der alten Wasserversorgung der Stadt (damals 25.000 - 50.000 Einwohner zur Römerzeit (unterschiedliche Angaben)) auf die Spur und schlage einen kleinen Umweg zum Pont du Gard ein. Das Aquädukt führte bis ins 6. Jahrhundert Römerwasser nach Nîmes. Insgesamt über 50 km statt der 20 km Luftlinie (Quelle - Nîmes). Die direkte Strecke war nämlich aufgrund der südlichen Ausläufer des Massif Central zu hügelig. Nun ist der/die/das Pont du Gard Touristenattraktion und - wie ich miterleben konnte - Sprungturm (erste Bogenreihe ca. 22 m) für waghalsige Badegäste. Ich nehme ohne zu springen ein kleines Bad und radle dann weiter nach Avignon. Hier knipse ich nur ein kurzes Vergleichsfoto zu meinem Winterbesuch im Januar.
    Der Weg aus der Stadt hinaus ist etwas unübersichtlich und dauert. Am Ende erreiche ich jedoch auch wieder den EV8, der direkt durch das kleine Dorf Robion führt. Hier gibt es einen schönen Rastplatz, wo bereits zwei schwer bepackte Räder und ein Zelt stehen. Übernachten scheint hier kein Problem zu sein, und ich geselle mich dazu.
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