• Finale Paperarbeit in Finale Ligure

    30 jul.–4 ago. 2024, Italia ⋅ ⛅ 32 °C

    Finale Ligure bzw. Finalborgo und der Campingplatz gefallen mir super. Hier herrscht ein ganz anderer Vibe. Endlich sind die Leute wieder entspannt und „normal“ im Vergleich zur Küste. Ich bleibe fünf Nächte hier und es stellt sich fast ein Alltag ein:
    Morgens Frühstück auf dem Campingplatz und dabei mit den anderen Leuten (vorwiegend Klettererinnen und Kletterer) quatschen. Dann 5 km runter nach Finalborgo rollen und im Workshop-Bistro (hier arbeiten viele Menschen mit Beeinträchtigungen) einen Cappuccino trinken. Danach geht es in die angrenzende Bücherei zum Arbeiten. Die Mittagspause kann bei einer kleinen Gerichtsauswahl oder einfach einem Stück Pizza oder Focaccia ebenfalls im Bistro gemacht werden. Es ist wirklich ein wunderschöner und entspannter Ort, an dem abends auch noch viele Kulturveranstaltungen stattzufinden scheinen.
    Einen Abend schaue ich mir noch das ebenfalls angrenzende Archäologische Museum an. An einem anderen Tag lerne ich in der Bücherei Elisa kennen, die hier für ihren Doktor (mittelalterliche ligurische Literatur und Sprachen) in den Archiven recherchiert hat und mich noch auf ein Bierchen einlädt. So stelle ich fest, dass auch in Italien Tapas bzw. Aperitivi üblich sind und bekommenoch ein paar Tipps, was es noch alles zu sehen gibt. An einem anderen Abend treffen wir uns noch zu einem Livekonzert, das einer ihrer Freunde in einer Bar an der Küste gibt.
    Wieder an einem anderen Tag nimmt mich Chiara (ebenfalls auf dem Campingplatz), die eigentlich ihren Doktor in Hamburg macht, aber viel remote arbeiten kann, mit ihrem Auto zum gemeinsamen Coworking in der Bibliothek nach Finalborgo mit. Sue gibt mir noch einen Geheimtipp auf meiner weiteren Strecke: einen über einen Seitentunnel eines Eisbahntunnels nur zu Fuß oder Fahrrad erreichbaren Strand.
    Abends essen wir noch gemeinsam mit ihrem Kletterkumpel im Restaurant neben dem Campingplatz und treffen noch eine lokale Kletterlegende (laut den Bildern im Restaurant waren hier auch sondt schon viele weltberühmte Kletterer).
    So lässt es sich eigentlich ganz gut leben, ich müsste nur noch Geld fürs Paperschreiben bekommen. Vielen Dank auf jeden Fall an Chiara und Elisa, für die gute Zeit und vielen Tipps!

    Am Freitag wird das Paper eingereicht und ich nutze den Tag noch für eine Wanderung zur Grotta dell'Edera, alten Ruinen und einer einsamen Kapelle. Einem Kletterduo, dem ich noch den Weg zur Grotta dell'Edera beschrieben habe, gabelt mich auf dem Rückweg mit ihrem Camper auf, sodass ich mir einige Höhenmeter spare – klein ist die Welt!

    Finale war wirklich klasse und ich werde sicherlich mal für einen Kletterurlaub hierher zurückkommen, allerdings zu einer anderen Jahreszeit. Die Temperaturen betrugen nämlich 33 Grad tagsüber und um die 26 Grad nachts bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 %.
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