Masso - Monte Porcia: Verborgene Pfade
August 4, 2024 in Italy ⋅ ☁️ 27 °C
Morgens erklimme ich die restlichen Höhenmeter, um in das Dörfchen Framura an die Küste zu kommen. Die gut 700 m hohen Berge reichen hier fast bis ans Meer heran, was bereits einen Tag mit vielen Auf und Abs verspricht.
Nach gut zweieinhalb Stunden Fahrtzeit erreiche ich Framura, eine Kommune, die aus fünf kleinen Dörfchen besteht. Trotz der bergigen und durch das Meer eingeengten Lage ist das Örtchen mit einer Bahnlinie, die die Küstenorte verbindet, überraschenderweise gut angebunden. Neben der neuen Bahntrasse existiert auch wieder eine alte, die nun als Fahrrad- und Fußgängerweg dient und sämtliche Touristen in den Ort lockt. Die Strecke lässt sich nicht nur gut fahren (keine Steigung), sondern ist durch die vielen Tunnel auch angenehm kühl.
Im zweiten Tunnel soll sich laut Chiara ein Weg zu einem verborgenen Strand und Wildcampingplatz befinden. Tatsächlich zweigt nach ein paar 100 Metern ein kleiner Nebentunnel ab. Mit Mülltonnen (scheint offiziell toleriert zu sein) und abgestellten Fahrrädern ist er nicht zu übersehen. Ich schließe mein Rad im Tunnel an und bewege mich auf die halb verschüttete Öffnung zu. Auf der anderen Seite liegt ein Pfad, der durch einen kleinen Pflanzendschungel führt. Links und rechts gehen überall kleine Pfade ab, die auf kleine Hügelchen oder Lichtungen führen. Auf diesen stehen einige Zelte oder gespannte Hängematten. Ein Geheimtipp ist das hier wohl nicht mehr, dennoch sehr schön und ungestört. Zwei weitere Pfade führen zum Felsstrand hinab. Beim Baden muss man aufgrund der Steine und Felsen in der Brandung etwas aufpassen, doch der kurze Hüpfer ins – wenn auch sehr warme – Wasser ist es wert.
Nach dieser kurzen Expedition geht es weiter durch die schattigen Eisenbahntunnel - bestens geeignet für die Mittagspause. Pausen kann man sowieso nicht genug machen, weshalb ich direkt 3 km weiter noch eine Cafépause in Bonassola einlege. Hier überlege ich so lange über den weiteren Weg, dass die Zeit soweit voranschreitet und ich mich für die kürzere Strecke entschließe - so kann man auch Entscheidungen treffen.
Bevor es wieder in die Berge geht, erledige ich noch den Einkauf fürs Abendessen, was hier interessanterweise selbst am späten Sonntagnachmittag kein Problem ist. Nach ein paar weiteren Höhenmetern finde ich heute ausnahmsweise etwas früher einen Ort mit wunderbarer Aussicht. So kann ich im Sonnenuntergang mein neues Top-Campingessen, Gnocchi-Tomate-Mozzarella-Topf mit Kräutern aus der Provence, kochen.Read more











Traveler"Die gut 700 m hohen Berge reichen hier fast bis ans Meer heran..." - Kumpel Gerhard hatte in Italien mal eine Ferienwohnung gemietet - da stand "700 m vom Strand entfernt". Klang erstmal gut, war aber dann auch so wie bei Dir :-D