Herzliche Begegnungen
31 Ogos 2024, Montenegro ⋅ 🌙 17 °C
Der Tag beginnt mit Morgenschwimmen im Crno Jezero, der schwarze See, dessen Wassertemperatur höher ist als die der Luft. Es sind eigentlich 2 Seen, die je nach Jahreszeit eine unterschiedliche Fließrichtung haben und entweder die Tara oder die Piva speisen. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Ladina, Philipp und Janne - es war eine richtig schöne Zeit als 5er Gruppe.
Die Radelstrecke beginnt mit einer 11km langen Abfahrt zur Taraschlucht. Ich (anna) erinnere mich an die Magie des Ortes, als ich vor 5 Jahren mit Noreen da war, alles ruhig und frisch verschneit im Dezember und wir waren die einzigen Touristen. Jetzt ist die Brücke über die tiefste Schlucht Europas gefüllt mit Touristen aus aller Welt. Unser Weg führt uns entlang einer kurvigen Straße an den Steilhängen der Taraschlucht. Wir kommen durch eine Baustelle, die gerade den Fels freigelegt hat und wo Bewährungsstahl geflochten wird. So sehen wir den wunderschönen grünen und roten Stein, der bald darauf hinter Betonmauern verschwinden wird. Ein plötzlicher Regenschauer überrascht uns, wir stellen uns bei einem Baum unter und sehen, wie ein Mann uns von der anderen Straßenseite zuwinkt. Wir können unsere Räder bei ihm unterstellen und werden in seine einfache Wohnküche eingeladen. Im Fernsehen laufen serbische Hits mit Video, teilweise sieht es aus wie die Schlagerparade. Wir haben die Wahl zwischen Pivo und Raki, entscheiden uns für letzteres und stoßen mit hausgemachten Jagoda Raki an. Wir verstehen erst nicht, woraus er den Raki gemacht hat, bis uns Mijo das Obst aus seinem Garten holt: Jagoda (Apfel), Kruška (Birne) oder Šljiva (Pflaume). Mijo bietet uns Milka und Reisschoki an, bevor er uns im Fernsehen auch das deutsche Programm und österreichische Volksmusik zeigt. Stolz präsentiert er seine Felle, er habe schon Bären und einen Wolf erlegt. Zur Hilfe hat er 8(!) Hunde, die uns eher einschüchtern, früher waren es wohl 30. Als die Sonne wieder scheint, bekommen wir noch eine kleine Hofführung, Pferde hat er, ein Shimanofahrrad und viele Walnüsse, von denen er uns einen Beutel schenkt. Wir verabschieden uns voller Dankbarkeit für diese herzliche Nachmittagspause.
Abends suchen wir einen Schlafplatz und fragen bei einem Haus am Straßenrand, das gerade gebaut wird, ob wir auf der Wiese daneben am Fluss stehen dürfen. Wir bekommen ein ausdrückliches Ja - und bald darauf zeigen uns die fünf Kinder den besten Platz zum Zelten. Nicht nur das, auch helfen sie uns begeistert beim Zeltaufbau und der Älteste (12 Jahre) kann sich gut mit uns auf Englisch verständigen. Schneller als wir schauen können ernten sie Mais vom eigenen Feld, sammeln Steine vom Fluss und errichten ein Lagerfeuer aus Stöcken, welches wir gemeinsam entfacht bekommen. Zusammen grillen wir den Mais (Kukuruz) und sind einfach sehr dankbar für die herzliche Begegnung.Baca lagi









PengembaraDiese Gastfreundschaft welche ihr erfahren dürft ist beeindruckend und tut so gut. Weiterhin eine gute Fahrt!
PengembaraJa das ist wirklich schön und gibt ein willkommenes Gefühl:)
Pengembara
Memo an mich: Für Tim zu Weihnachten eine CD der "Zillertaler Berggranaten" besorgen.