• Von wegen Eurovelo

    26. november 2024, Italien ⋅ ☀️ 19 °C

    So ganz verdient hat der Eurovelo 7 seinen Namen hier nicht. Einige Abschnitte verlaufen auf gut befahrenen Bundesstraßen ohne Seitenstreifen und mit ein paar gruseligen Tunneln. Zwar ging es mit teils ganz schöner Aussicht an der Küste einher, empfehlenswert ist die Strecke allerdings nur mit Spiegel und Warnweste.
    Immerhin kann ich mir mit dem Fahrrad solche Abschnitte schnell hinter mir lassen, anders als Mattia, den ich heute traf. Er ist seit August zu Fuß unterwegs, von der Schweiz bis nach Sizilien – Respekt und hoffentlich wenige Blasen. Er gibt mir noch den Tipp, Terracina anzuschauen, was ich dann auch direkt tue. Die Stadt ist insofern interessant, dass alte römische und griechische Ausgrabungen wirklich direkt zwischen den „neuen“ Gebäuden in der Altstadt liegen.

    Nach einer kurzen Mittagspause versuche ich noch ein paar Kilometer im Rückenwind zu machen. Dabei passiere ich San Felice Circeo, das an einem riesigen Felsen, der sich am Meer emporhebt, liegt – ein bisschen so wie Gibraltar.
    Ich fahre noch ein Stück entlang einer Lagune, die so gerade an der Küste verläuft, dass ich mich frage, ob sie bzw. der Damm, der sie vom Meer abtrennt, natürlich ist.
    Einen Zeltplatz zu finden gestaltet sich hier gar nicht so einfach, da irgendwie alles eingezäunt ist. Auch ein Bootsclub, bei dem ich ein paar ältere Männer frage, zeigt sich nicht sehr hilfsbereit. Am Ende finde ich aber doch einen ganz passablen Platz unter einem Bäumchen auf einer leicht abgelegenen Wiese.
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